Landesdaten

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Landesdaten

Ländername: Hellenische Republik (Elleniki Dimokratia)
GEOGRAPHIE
Griechenland liegt am südöstlichen Rand Europas und hat eine Gesamtfläche von 131.957 qkm. Es grenzt im Norden an Albanien, Mazedonien und Bulgarien, und im Osten an die Türkei, in einer Gesamtlänge von 1.228 km. Damit steht es in der Weltrangliste der größten Länder auf Platz 95.

LAGE
Halbinsel- und Inselstaat in Südosteuropa
20 - 28 ° östliche Länge
35 - 42 ° nördliche Breite

Bodenbeschaffenheit:
Meist gebirgig, mit Bergketten, die sich bis ans Meer erstrecken und Halbinseln oder Inselketten bilden. Am südlichsten Rand der Balkanhalbinsel gelegen, ist Griechenland ein vornehmlich steiniges Land aus Bergen und Inseln.
Nach einer Überlieferung hat Gott, als er die Welt erschuf, die Erde mit Hilfe eines Siebes verteilt und jedes Land reichlich mit Boden versorgt. Dann warf er die im Sieb gebliebenen Steine über die Schulter - so entstand Griechenland. Mehr als zwei Drittel des Landes sind als hügelig oder gebirgig zu bezeichnen. Das Pindos-Massiv erstreckt sich vom Nordwesten nach Südosten quer über das Festland.
Die Küstenlänge des Festlandes beträgt 4000 km, weiterhin gibt es über 6000 Inseln, von denen nach aktueller EU-Volkszählung (Stand 2001) 113 dauerhaft bewohnt sind, das sind weitere 11.000 km Küste. Die einsamste griechische Insel ist Gavdos südlich von Kreta. Dort 3,69 Einwohner pro Quadratkilometer, also mit insgesamt 152 Einwohnern die kleinste Gemeinde Griechenlands. Höchster Berg ist der Olymp mit 2.917 m, nach der Mythologie Sitz der zwölf Götter. Längster Fluß ist der Achelos mit 220 km.

Nutzfläche:
23 % Ackerland, 40 % Wiesen- und Weideland, 20 % Forst- und Waldgebiete, 9 % Sonstiges.

Klima:
Mittelmeerklima mit starken jahreszeitlichen Schwankungen. Im Sommer heiß und trocken, im Winter mild. Regenfälle meistens im Herbst und im Winter, verstärkt unbeständig und regnerisch im bergigen Norden Griechenlands.

Flora:
Bäume: vor allem weiße Pappeln, Zypressen, Edelkastanien, Fichten, Pinien, Tannen und Olivenbäume. Griechenland ist besonders reich an kultivierten und wilden Blumen, die auch in der griechischen Mythologie erwähnt werden, wie Anemonen, Veilchen, Tulpen, Narzissen und vielen anderen.

Fauna:
Alle im Mittelmeerraum vorkommenden Arten. Wild: Wildschwein, Bär, Wildkatze, braunes Eichhörnchen, Schakal, Fuchs, Hirsch, Wolf. Eine seltene weiße Ziege kommt auf Kreta vor. Es gibt 358 Vogelarten. Zwei Drittel davon sind Wandervögel. Unter den Raubvögeln sind der goldene Adler und der Kaiseradler sowie verschiedene Arten von Falken zu nennen. Darüber hinaus gibt es eine Vielfalt von Vögeln wie Habicht, Eule, Pelikan, Fasan, Rebhuhn, Waldschnepfe und Nachtigall.

Meeresfauna:
Etwa 246 Meerestiere sind in den griechischen Meeren zu finden. Unter den bekanntesten Arten sind die rote Meeräsche, der Hummer, die Garnele, die Krabbe, die Auster, die Muschel und die Herzmuschel. Delphine erscheinen immer noch in den griechischen Meeren. Flussfische sind selten, außer der Forelle.
Uhrzeit:
2 Stunden vor GMT. Sommerzeit 30.03.2014 um 03:00 bis 26.10.2014 um 4:00 Uhr.
    
Hauptstadt-neuHAUPTSTADT:
Die Hauptstadt Griechenlands verdankt seinen Namen der Kriegsgöttin Athene. Im Stadtzentrum leben 664.046 Einwohner (2011), im Großbezirk Athens an die 3.4 Mio. (1.708 Einwohner/km²). Umgeben wird die Metropole an drei Seiten von den Bergen Hymettos (1.026 m), Pentelikon (1.109 m), Parnes (1.413 m) und Ägaleo (468 m). Die vierte Seite ist zum Meer gerichtet, dem Saronischen Golf.
Gegründet wurde Athen von König Kekrops und ist seit 5.000 Jahren kontinuierlich besiedelt. Damit gehört sie zu den ältesten Siedlungen Europas. 1985 wurde Athen zur ersten Weltkulturstadt. Zwei Jahre später nahm UNESCO die Akropolis in die Liste des Weltkulturerbes auf.
In den letzten 150 Jahren wuchs Athen extrem schnell zu seiner jetzigen Größe an. 1832, zur Zeit der Gründung des modernen Griechenlands, zählte die Stadt kaum 1.000 Einwohner und 1940 waren es bereits 1.1 Mio.

PIRÄUS:
Der drittgrößte Mittelmeerhafen (knapp 180.000 Einwohner) ist ein wichtiges Industriezentrum Griechenlands und mit 18 Millionen beförderten Passagen im Jahr der größte Passagierhafen Europas. Er liegt 8 km südlich von Athen und wurde bereits 493 v. Chr. von Themistokles zum Hafen Athens bestimmt.

REGIONEN:
Hauptstadt Griechenlands und größte Stadt des Landes ist Athen mit insgesamt über 3,5 Mio. Einwohnern. Piräus ist der wichtigste Hafen und gilt als Tor zum Rest Europas. Griechenland ist in zehn geschichtlichen/geographischen Regionen aufgeteilt. Die nördlichste ist Makedonien mit einer Fläche von 34.177 qkm und einer Bevölkerung von 2.263.099 Einwohnern. Thessaloniki, mit ca. 1 Mio. Einwohnern, ist die Hauptstadt der Provinz Makedonien. Thessaloniki, das bedeutendste Wirtschafts- und Kulturzentrum in Nordgriechenland, ist ein wichtiger Hafen und gilt als das Tor zum Balkan.
Auf dem Festland lassen sich sieben Regionen unterscheiden: Attika, Epirus, Thrakien, Mittelgriechenland, Peloponnes, Thessalien und Makedonien.
Griechenland ist in 13 Verwaltungsregionen gegliedert, die wiederum in 51 Präfekturen untergliedert sind.

Menschen-neuDAS VOLK:

Bevölkerung:
Mehr als 4,5 Mio. Griechen leben nach Schätzungen im Ausland, darunter über zwei Mio. in den USA. Griechenlands Bevölkerung zeigt ein homogenes Bild. Im Norden des Landes, in Thrakien, leben ca. 150.000 Türken und Pomaken, die zusammen als türkische Minderheit gelten. Sie genießen besondere Rechte, die aus den gemeinsamen bilateralen Vereinbarungen herausgehen: Schulunterricht in türkischer Sprache, Koranschulen etc. Seit den 1990er-Jahren hat sich Griechenland von einem Auswanderungs- zu einem Einwanderungsland entwickelt. Albaner, Bulgaren und Georgien sind die größte Minderheit im Land, daneben leben über 300.000 illegale Einwanderer im Land.
Anteil der Geschlechter: 49,2 % Männer, 50,8 % Frauen.
Ansässige Deutsche: ca. 50.000 (2011)
Stadtbevölkerung: 57,7 %
Landbevölkerung: 42,3 %
Bevölkerungswachstum: 0,5 %
Bevölkerungsdichte: 77,8 Einwohner/qkm.
Lebenserwartun: Durchschnittlich 80,63 Jahre. : Männer: 78,0  Jahre, Frauen: 83,4 Jahre (2011).

RELIGION:
Nominell gehören 97 % der Bevölkerung der griechisch-orthodoxen Kirche an. Die griechisch-orthodoxe Kirche ist autokephal und untersteht, was das Dogma anbelangt, wie alle orthodoxen Kirchen dem Ökumenischen Patriarchat. Lediglich 0,2 % der Griechen betrachten sich als Atheisten. Auf dem Heiligen Berg Athos, auf der Halbinsel Chalkidiki in Makedonien gelegen, befindet sich die autonome Mönchsrepublik Athos, in der seit Jahrhunderten 20 griechisch-orthodoxe und russisch-orthodoxe Klöster existieren. Die Zahl regelmäßiger Kirchenbesucher ist in Griechenland noch deutlich höher als in den meisten anderen Ländern Europas. Die Orthodoxe Kirche übt auch wesentlichen Einfluss auf das Bildungswesen aus. Ihre besondere Stellung als Staatskirche ist in der griechischen Verfassung festgelegt. Andererseits untersteht sie teilweise dem Staat, da zum Beispiel alle Bischöfe vom Parlament bestätigt werden müssen.
Die freie Religionsausübung ist in der Verfassung verankert. Die religiösen Minderheiten setzen sich zusammen aus: 150.000 Muslimen (1,3%), 121.000 katholischen Christen (0,4%), 30.000 Protestanten (0,1%), 50.000 Zeugen Jehovas (1,5%) und 5.000 Juden.

SPRACHE:
Die Landessprache ist Neugriechisch. Seit 3.500 Jahren schriftlich überliefert, ist sie die älteste Sprache Europas und stellt ein starkes Element nationaler Kontinuität dar. Die neugriechische Sprache stützt sich auf dasselbe Idiom, das Homer benutzte. Das griechische Alphabet und die griechische Sprache haben alle westlichen Sprachen nachhaltig beeinflußt. Heutzutage sind die Griechen jedoch die Einzigen, die diese linguistische Kontinuität sicherstellen. In dieser Hinsicht unterscheidet sich das Griechische klar vom Lateinischen, aus dem zahlreiche neo-lateinische Sprachen - von Rumänisch bis Portugiesisch - hervorgingen, bevor es selbst erlosch.
Es existieren nur noch einige sprachliche Minderheiten: Albanisch, Aromunisch, Bulgarisch, Slawisch und Türkisch.

Geschichte2-neuGESCHICHTE:
Die Geschichte Griechenlands reicht ungefähr 4.000 Jahre zurück. Die Bewohner des Festlandes, die Hellenen, rüsteten umfangreiche See- und Militärexpeditionen aus und erforschten das Mittelmeer sowie das Schwarze Meer, den Atlantik und auf dem Festland das Kaukasusgebirge. Eine dieser Expeditionen, die Belagerung von Troja, wird in dem ersten großen europäischen Werk, Homers Ilias, beschrieben. Im gesamten Mittelmeerraum, in Kleinasien und an der nordafrikanischen Küste wurden infolge der Reisen zur Erschließung neuer Märkte zahlreiche griechische Siedlungen gegründet.
Während der klassischen Periode (5. Jh. v. Chr.) bestand Griechenland aus Stadtstaaten. Der größte davon war Athen, gefolgt von Sparta und Theben. Ein entschiedener Geist von Unabhängigkeit und Freiheitsliebe verhalf den Griechen zum Sieg über die Perser, etwa in Schlachten, die in die Geschichte der Zivilisation eingegangen sind: Marathon, Thermopylen, Salamis und Platäa.
In der zweiten Hälfte des 4. Jh. v. Chr. eroberten die Griechen, angeführt von Alexander dem Großen, den größten Teil der damals bekannten Welt und versuchten es, ihn zu hellenisieren.
146 v. Chr. fiel Griechenland an die Römer. 330 n. Chr. verlegte Kaiser Konstantin die Hauptstadt des Römischen Reiches nach Konstantinopel und begründete damit das Oströmische Reich, das westliche Historiker im 19. Jh. "Byzantinisches Reich" oder kurz "Byzanz" nannten. Byzanz überführte das sprachliche Erbe des antiken Griechenland in die geografischen Gebiete der neuen christlichen Zivilisation.
Das byzantinische Reich fiel 1453 an die Türken, und die Griechen blieben fast 400 Jahre lang unter dem ottomanischen Joch. Während dieser Zeit behielten sie ihre Sprache, ihre Religion und ihre nationale Identität.
Am 25. März 1821 erhoben sich die Griechen gegen die Türken und erkämpften sich bis 1928 ihre Unabhängigkeit. Da der neue Staat nur einen winzigen Teil des Landes umfasste, ging der Kampf um die Befreiung aller von Griechen bewohnten Gebiete weiter. 1864 gehörten die Ionischen Inseln wieder zu Griechenland, 1881 Teile dann von Epirus und Thessalien. Kreta, die Ostägäis und Makedonien kamen 1913 hinzu und West-Thrakien 1919. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde auch die Inselgruppe der Dodekanes an Griechenland zurückgegeben.
Die griechische Unabhängigkeit ist im Londoner Protokoll vom 3. Februar 1830 dokumentiert.
Während des Zweiten Weltkrieges besiegte Griechenland die Italiener, fiel aber trotz heftigen Widerstandes unter die Besatzung der deutschen Wehrmacht. Im Anschluß daran organisierte sich eine Art griechische Résistance. Der anschließende Bürgerkrieg verlangte Griechenland weitere Opfer ab. Seit dem Fall der Militärdiktatur (1967-1974) und der Abschaffung der Monarchie ist Griechenland eine parlamentarische Demokratie.
Griechenland wurde 1952 Mitglied der NATO und 1981 Mitglied der EG. 1992 ist Griechenland der WEU beigetreten. Griechenland ist ferner Mitglied der UN und des IWF, der OSZE, der OECD, des Europarates und anderer westlicher Institutionen. Die westeuropäische Orientierung des Landes wurde durch die Ratifizierung des Vertrages von Maastricht, mit 270 der 300 Stimmen, im griechischen Parlament bestätigt.

STAATSFORM:
Die geltende Verfassung des Landes, 1975 verabschiedet und 1986 novelliert, bestimmt die Staatsform als parlamentarische Demokratie, an deren Spitze der Präsident der Republik steht. Die Legislative wird vom Parlament ausgeübt, dem 300 Abgeordnete angehören (von denen 288 auf vier Jahre gewählt und 12 von den Parteien gestellt werden), die Exekutive von der Regierung und dem Präsidenten der Republik. Parlamentswahlen werden alle vier Jahre abgehalten.
Mitgliedschaft in internationalen Organisationen: Vereinte Nationen, EU, NATO, WEU, Europarat, OECD, WTO, UNCTAD, ECE, IAEA, IPU, ILO, WHO und andere Sonderorganisationen der Vereinten Nationen, BSEC (Schwarzmeerkooperation).

INNENPOLITIK:
Griechenland steht vor zahlreichen Herausforderungen. Hauptsächliches Augenmerk ist die Haushaltspolitik, die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit und die Konsolidierung des defizitären Staatshaushalts. Erst in den letzten Jahren bemühen sich Parteien auch um progressivere Inhalte ihrer Programme wie der Umwelt- und Tierschutzpolitik.

AUSSENPOLITIK:
Griechenland ist seit Erlangung der Unabhängigkeit bisher eher passives Mitglied der EU gewesen als aktiver Mitgestalter im politischen Sinne. Einzig der außenpolitische Einfluss konzentrierte sich auf den Balkan und die Ägäis.
Die Wiedervereinigungspläne mit Zypern scheiterten nach der Ablehnung des Annan-Plans. Dies führte dazu, dass am 1. Mai 2005 nur der griechische Teil Zyperns der EU beitrat. Das Verhältnis zu Albanien gilt mittlerweile als ausgeglichen. Als sehr gut lassen sich Griechenlands Kontakte zu Sofia und Bukarest bezeichnen. Die Beziehungen zur früheren Jugoslawischen Republik Mazedonien sind aufgrund der ungelösten Namensfrage nach wie vor getrübt. Serbien gilt traditionell als Verbündeter.
Beziehungen zu Europa:
1981 trat Griechenland in die EG bei. Dies wurde von den konservativen Regierungen nach der Wiederherstellung der Demokratie seit 1974 angestrebt.
Griechenland setzte sich für die Erweiterung der EU ein – und dabei besonders für die Aufnahme Zyperns. Die Befürwortung einer raschen Aufnahme Bulgariens und Rumäniens sowie die Betonung einer EU-Perspektive für die Balkanstaaten sollte mehr politische Stabilität in der Nachbarschaft versprechen. Griechenland setzt sich auch für den Beitritt der Türkei ein, weil es sich davon mehr politische und wirtschaftliche Chancen sowie Hoffnung auf eine Regelung der bilateralen Probleme verspricht.
Beziehungen zur Türkei:
Griechenland gilt als einer der größten Befürworter eines EU-Beitritts Ankaras. Nach den schweren Erdbeben in Istanbul und Athen (1999) haben beide Außenminister in Gesprächen mehrere bilaterale Vereinbarungen getroffen. Schwierige Fragen wurden bislang zwar noch nicht gelöst, die Beziehungen haben sich aber um einiges verbessert.

Flagge:
Die griechische Flagge besteht aus vier weißen und fünf blauen waagerechten Streifen mit einem weißen Kreuz auf blauem Grund an der oberen linken Ecke.
Erziehungswesen:
Das griechische Schulsystem sieht eine neunjährige Schulpflicht vor. Die Ausbildung an den öffentlichen Schulen und Universitäten ist kostenlos. 4,5 % des Bruttosozialproduktes werden für die Erziehung ausgegeben.

Gesundheitswesen:
Alle griechischen und ausländischen Bürger, die in Griechenland tätig sind, genießen einen staatlichen Versicherungsschutz. Ärzte können zwischen dem Dienst im öffentlichen Bereich und einer Privatpraxis wählen. Beide Varianten zugleich sind nicht möglich. Die staatliche Versorgung ist nicht ganz auf mitteleuropäischem Stand (v. a. spezielle OP-Verfahren betreffend), während die Privatversorgung mitteleuropäischen Standard hat. Teilweise ist sogar in Notfällen kein Vorzeigen des persönlichen Krankenheftes notwendig, wenn der Patient nicht stationär behandelt wird. Dies gilt für alle Personen, die sich in Griechenland aufhalten.

BILDUNG:
In Griechenland herrscht 9-jährige Schulpflicht. Über 90% Prozent der Schüler eines Jahrganges besuchen jedoch auch die Sekundarstufe II. In sowohl staatlichen als auch privaten Schulen gilt Englisch als erste Fremdsprache. Erst 1992 wurde die obligatorisch zweite Fremdsprache im Schulsystem eingeführt, darunter Deutsch, öfter auch Französisch. Aufgrund der wenigen Studienplätze können nicht alle Abiturienten studieren; daher besteht ein Trend zum Auslandsstudium.

WIRTSCHAFT:
Die griechische Volkswirtschaft erlebt seit 2009 eine schwere Finanz- und Staatsschuldenkrise und ist von internationalen Geldgebern abhängig. Die nationale Währung ist seit 2001 der Euro. Etwa zwei Drittel der griechischen Exporte gehen in die EU. Die Importe aus der EU bewegen sich auf einem ähnlichen Niveau. 2010 verbuchte Griechenland rund 90 Mrd. Euro an Staatseinnahmen. Demgegenüber standen Staatsausgaben in Höhe von ca. 114 Mrd. Euro. Das Staatsdefizit belief sich auf über 24 Mrd. Euro beziehungsweise 10,5 % des BIP. Griechenland ist, gemessen an der Gesamtverschuldung im Verhältnis zum BIP, das am höchsten verschuldete Mitgliedsland der EU.

TOURISMUS

Griechenland - eine kleine Landeskunde
Kennzeichnend für Griechenland ist im Allgemeinen die erstaunliche Vielgestaltigkeit des Landes. Auf der einen Seite hochaufragende Berge und Gebirgsmassive, wie der Pindus (Griechenlands "Rückgrat"), das Olymp-Massiv (der Pantheon ist mit 2.917 m der höchste Berg des Landes) und die nur da und dort von Tälern unterbrochenen Bergketten Thrakiens und Makedoniens, in denen zahlreiche kleine Flüsse entspringen. Auf der anderen Seite ein verschlungenes Spitzenband, das die Küsten des Festlandes säumt. Diese immer wieder überraschende Zerklüftung der Küste in Tausende von Buchten ist es, die diesem Land eine ganz besondere Schönheit und einmaligen Reiz verleiht.
Ebenso reich gegliedert wie das Festland bietet sich auch der Meeresboden dar, der vor Millionen von Jahren noch über dem Meeresspiegel lag und eine Landbrücke nach Kleinasien bildete. Vor dem Kap Tainaron an der Südspitze des Peloponnes, im sogenannten "Oinousen-Brunnen", befindet sich der tiefste Punkt des Mittelmeeres (4.850 m).
Die griechische Halbinsel im äußersten Südosten Europas erstreckt sich über eine Fläche von 131.944 km² und besteht aus dem Festland (Attika, Peloponnes, Mittelgriechenland, Thessalien, Epirus, Makedonien, Thrakien) und den Inseln im Ägäischen und lonischen Meer. Von der geomorphologischen Struktur her gehört es zu Europa, ist es doch der südlichste Ausläufer der Balkanhalbinsel.
Eine kleine Inselgruppe, die Sieben bzw. Ionischen Inseln genannt, begrenzt das Land nach Westen.
Geradezu ein Meer von Inseln finden wir in der Ägäis. Hier sind sie in Gruppen zusammengeschlossen - die Inseln der nördlichen und der östlichen Ägäis, die Sporaden, die Kykladen und die Dodekanes - bald segeln sie allein vor dem Wind, wie Kreta im äußersten Süden.
Von den 39 Kykladeninseln sind 24 bewohnt. Die Sporaden vor der Ostküste haben sich ihren typischen lnselcharakter mit den alten Sitten und Gebräuchen noch ganz unverfälscht erhalten. Die Gruppe der Dodekanes im Südosten umfaßt zwölf große und eine ganze Reihe kleinerer Inseln, jede mit ihrem eigenen Charakter und etlichen Besonderheiten. Und schließlich, im Meer zwischen Attika und Peloponnes, noch eine Gruppe kleiner Inseln: die Inseln im Saronischen Golf.
Wie das Land selbst ist auch seine Flora ausgesprochen reich an Formen und Farben. Die Artenvielfalt in der Pflanzenwelt ist geradezu überwältigend. Bis jetzt sind über 6.000 einheimische Arten registriert worden, davon allein 250 auf Kreta. Ganz typisch für das Landschaftsbild sind die lichtgrünen Weinberge an den Sonnenhängen. Der eher niedrige Baumbestand reicht von Seekiefern, Fichten, Tannen, Eichen und Ölbäumen über Maulbeerbäume und Obstbäume bis hin zu Palmen.
Diese Fülle, und damit auch die klimatischen Verhältnisse, sind auf die geographische Lage Griechenlands zwischen Europa und Afrika zurückzuführen: Milde Winter wechseln ab mit tropisch-heißen Sommern, in denen lediglich ein frischer Nordostwind (Meltémi) Kühlung bringt. Im Übrigen ist Griechenland mit nahezu 3.000 Sonnenstunden im Jahr eines der sonnenreichsten Länder im Mittelmeer.

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