Vicky Leandros: Stimme wie Gold und Platin

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Vicky Leandros: Stimme wie Gold und Platin

Wer kennt diese Frau nicht? Die deutsch-griechische Sängerin mit den großen, kastanienbraunen Augen steht schon seit über dreißig Jahren auf der Bühne und erhielt bereits etliche Gold- und Platin-Auszeichnungen.

en. Vicky Leandros ist bekannt für ihre Individualität – keine Sprache ist für sie zu schwer. Sie singt auf Deutsch, Griechisch, Französisch, Englisch, Italienisch, Spanisch, Holländisch und Japanisch.

Geboren wurde sie am 23. August 1952 in Paleokastritsa auf Korfu, ihr eigentlicher Name: Vasiliki Papathanassiou. Mit sechs Jahren kam sie zusammen mit ihren Eltern nach Hamburg.
Heute lebt Vicky Leandros in Berlin; im Frühjahr 2005 gab sie die Trennung von ihrem Noch-Ehemann Baron Enno Freiherr von Ruffin bekannt. Sie hat drei Kinder, ihren Sohn Leandraki, aus erster Ehe mit Ivan Zissiadis,  sowie zwei Töchter Milana und Sandra mit dem Baron.


Wie alles begann – die ersten Erfolge

Ihre Karriere startete sie, genau wie ihr Vater Leandros Papathanassiou (Leo Leandros), in Griechenland und Deutschland. Schon in frühen Jahren bekam sie Gesangs-, Ballett- und Gitarrenunterricht. Bereits mit 13 Jahren feierte sie mit ihrer ersten Single Messer, Gabel, Schere, Licht ihren ersten Erfolg.
Zum ersten Mal beim Grand Prix Eurovision de la Chanson war sie 1967 in Wien, ihr erster großer internationaler Auftritt. Sie machte einen guten vierten Platz mit ihrem Lied L\'Amour est bleu, das meistverkaufte Eurovisionslied aller Zeiten.
Es folgten weitere Hits in Europa und Übersee. Das Jahr 1972 ist das wohl erfolgreichste ihrer Karriere, beim Grand Prix in Edinburgh erreichte sie mit Après toi (Dann kamst du) den ersten Platz und hatte damit auch einen riesigen kommerziellen Erfolg, weltweit wurden über 5,5 Millionen Exemplare verkauft.

Bereits zwei Jahre später landete sie mit ihrem Gassenhauer Theo, wir fahr\'n nach Lodz den nächsten Hit, ihr größter in Deutschland. Sie war damit viele Wochen in den Verkaufshitparaden, und auch heute kennt noch fast jeder Deutsche diesen Verkaufsschlager. In den 80ern hörte man weniger von ihr und trotzdem war sie in Fernsehsendungen und auch sonst in den Medien stets präsent. Mit dem Titel Weil mein Herz Dich niemals vergisst, die deutsche Aufnahme der Titelmusik („My Heart Will Go On\") zum Film Titanic, feierte sie 1998 ihren nächsten Erfolg.
In den folgenden Jahren produzierte sie ihr erstes Album Jetzt, außerdem eines mit Liedern von Mikis Theodorakis.

Einstieg in die Politik – Zurück zu den Wurzeln

Vicky Leandros beschäftigt sich  jedoch nicht nur mit Musik, sondern ist auch politisch seit einigen Jahren aktiv. Die Stadt Berlin hatte ihr bereits den Vorschlag gemacht, in der deutschen Hauptstadt Kultursenatorin zu werden, doch sie lehnte ab.
Im Oktober 2006 kandidierte sie aber bei den Kommunalwahlen in Piräus auf der Liste des ehemaligen Basketball-Stars Panajotis Fasoulas (sozialdemokratische PASOK), der am 1. Januar 2007 auch ins Rathaus am Hafen einziehen wird. Gegenüber der Griechenland Zeitung sagte Leandros in einem Interview: „Ich habe mich immer als Griechin gefühlt, hier liegen meine Wurzeln. Mich hat das Programm des Bürgermeisterkandidaten Fasoulas überzeugt, aber es war auch eine emotionale Entscheidung. Ich liebe Piräus und möchte für diese Stadt etwas tun, wo meine Familie geboren ist und wo ich meine Kindheit verbracht habe.\" Vicky wird als voraussichtliche Stadträtin für Kultur und internationale Beziehungen in Piräus zwar weiter singen, vielleicht aber nicht mehr so oft, wie es sich ihre Fans gerne wünschen würden.

Weitere Informationen unter: http://www.vickyleandros-fanseite.de und http://www.vickyleandros.eu/index.htm

Copyright: Griechenland Zeitung

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