Auf die Spuren von Odysseus

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Auf die Spuren von Odysseus

Was verbindet mich mit Griechenland?

Wohl zu allererst die ansteckende Hellas-Begeisterung jener Lehrer am humanistischen Gymnasium, die selbst Griechenland nie hatten sehen und nur mit der Seele hatten suchen können. So infiziert und nach Inkubationszeit eines halben Jahrhunderts, genutzt durch das Studium aller erreichbarer besonders archäologischer Literatur, konnte ich mich auf einer kleinen Insel im Ionischen Meer festsetzen.
Also im einstigen Reich jenes Odysseus, dessen von Homer besungene heimatliche Burg schon Generationen von sehr namhaften Archäologen bisher nicht haben lokalisieren können.

Übersehen aber war, dass sich in den sehr imposanten hellenistischen Resten der Stadtbefestigung von Paläros/Akarnanien eine viel ältere, nämlich typisch mykenische Toranlage versteckt - bescheiden zwar in den Ausmaßen gegenüber dem berühmten Löwentor von Mykene, identisch aber in Konzeption und Bauausführung. Älteste Teile hier wie dort erstellt aus „cyclopischem“ Mauerwerk an der Flanke der Auffahrtsrampe, darüber hochmykenisches Polygonal-Mauerwerk und die spätmykenische Toranlage selbst samt der Bastion in Pseudo-Quadermauerwerk.

Heinrich Wiechel

Dieser Beitrag und das Foto wurden uns im Rahmen unseres Leserwettbewerbes zum zehnjährigen Jubiläum der Griechenland Zeitung vonHerrn Heinrich Wiechel zugeschickt. Wir möchten uns dafür ganz herzlich bedanken.

 

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