Der Neffe des Kaisers

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Foto (© Günter Brune) Foto (© Günter Brune)
Anlässlich Ihres Berichts über Spétsä bzw. Spetses (GZ 579 und 580) teile ich Ihnen eine Kuriosität mit: Nicht weit vom Haupthafen, zirka 500 Meter südlich der Anlegestelle, findet sich in einem Kloster eine Inschrift (siehe Foto), die wir 2004 erstmals sahen, Oktober 2008 erneut, diesmal „bewaffnet“ fotografieren konnten.
 
Damals kam mir die Sache lächerlich vor, wusste ich doch aus der Knabenzeit, dass in Seeräubergeschichten die Schmähung „du Sohn einer Rumtonne“ grassierte. Erst nach 2009 erfuhr ich, dass Rum ein durchaus übliches Einbalsamierungsmittel war, angewandt auch an Horatio Nelson 1805. Der hier genannte Jean Marie Bonaparte ist ein Neffe des berühmten Korsen.
 
Günter Brune, Weißenhorn
 
 
Anm. d. Red.: Die wörtliche Übersetzung der Inschrift lautet
Hier wurde von 1827 bis 1832 (bis 1832 fehlt im griechischen Text; Anm. d. Red.) in einem Rum-Fass der Leichnam von Paul Marie Bonaparte, Neffe des französischen Kaisers Napoleon I., konserviert, der sein Leben für die Unabhängigkeit Griechenlands gegeben hat. 1809-1827.
 
 
 
 
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