Der deutsche Staatsminister Michael Roth hielt am Donnerstag ein Grußwort zur Vorstellung des Zeitzeugenprojektes "Erinnerung an die Okkupation in Griechenland" an der Universität Athen. Die Griechenland Zeitung veröffentlicht dieses Dokument an dieser Stelle. Es gilt das gesprochene Wort.

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Mittwoch, 19. Oktober 2016 11:07

Stolpersteine in Thessaloniki

Heute (19. Oktober) soll ab 12 Uhr 30 am Hafen von Thessaloniki durch das Platzieren von fünf Stolpersteinen an fünf jüdische Hafenarbeiter erinnert werden, die Opfer des Holocaust wurden. 
 
Das soziale Projekt wurde von dem deutschen Künstler Gunter Demnig initiiert. Begonnen im Jahr 1992 in Hamburg, hat er mittlerweile über 54.000 Steine in mehr als 500 Städten Europas verteilt - hinter jedem einzelnen versteckt sich die Geschichte eines Opfers des Nationalsozialismus. 
 
Die ersten Steine in Thessaloniki wurden im September 2015 zum Gedenken an 149 Schüler, die Opfer des Holocaust wurden, am Eingang der ersten Hochschule für Jungen platziert. 
 
Gemeinsam mit  der Hafenbehörde und unterstützt durch die Bildungsorganisation „Menschheit in Aktion“, der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung, Zukunft“ und der Heinrich-Böll-Stiftung Griechenland lädt die „Bürgerinitiative für Stolpersteine in Thessaloniki“ heute zu einem gemeinsamen Gedenken an die Hafenarbeiter ein. Musikalisch begleitet wird die Veranstaltung durch den jüdischen Chor der Gemeinde Thessaloniki. 
 
Mehr Informationen: www.gr.boell.org,
 
 
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Am Donnerstag ging ein zweitägiger offizieller Besuch des griechischen Staatspräsidenten Prokopis Pavlopoulos in Israel zu Ende. Eingeladen worden war er von seinem israelischen Amtskollegen Reuven Rivlin. Bereits am Mittwoch fand ein bilaterales Treffen der beiden Politiker statt. Besprochen wurde u. a. die Situation im Nahen Osten und in Syrien. In diesem Rahmen erklärte Pavlopoulos, dass Europa nie wieder ein „dunkler Kontinent“ werden dürfe. Dafür müsse es mit allen Mitteln „die Fremdenangst und den Rassismus, unter den auch der Antisemitismus fällt“, bekämpfen. Die Flüchtlingskrise sei nach seiner Einschätzung nur durch eine Beendigung des Krieges in Syrien zu lösen. Rivlin bezeichnete seinerseits den Terror als „gemeinsamen Feind“.

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Am Sonntag sollte im nordostgriechischen Kavala ein Mahnmal für die fast 1.500 Juden der Hafenstadt eingeweiht werden, die dem Holocaust zum Opfer gefallen waren. Doch plötzlich bekam die Stadt kalte Füße und scheute offenbar vor extremistischen Reaktionen zurück. Am Sonntag entschuldigte sich die Bürgermeisterin bei den griechischen Juden.

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In der nordgriechischen Metropole Thessaloniki wurde am Sonntag der Opfer des Holocaust gedacht. Anwesend am Denkmal für die jüdischen Mitbürger, das sich am Freiheitsplatz (Plateia Eleftherias) an der Nikis-Straße in Strandnähe befindet, waren u. a. Familienmitglieder von Opfern des Holocaust und Überlebende.

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