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Die griechische Zweiparteienregierung kann nach einer umfangreichen Regierungsumbildung vorige Woche noch immer nicht aufatmen. Am heutigen Montagabend werden die Verhandlungen mit den Inspektoren der Troika aus Europäischer Kommission, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds (IWF) erneut aufgenommen. Auf dem Spiel steht eine Kreditrate für Griechenland in Höhe von 8,1 Milliarden Euro. Dabei liegt das Mittelmeerland bei der Umsetzung der dafür versprochenen Gegenleistungen immer noch im Rückstand. Bei seinem ersten Treffen mit der Troika will der neue Minister für Verwaltungsreform und E-Government Kyriakos Mitsotakis eine Verlängerung des Zeitraums für die vorgesehenen Entlassungen von tausenden Staatsdienern aushandeln.
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Ausländische Investitionen in Griechenland könnten schon bald zunehmen. Besprochen wurden in Athen der Ausbau des Hafens von Piräus, außerdem soll nun tatsächlich Erdgas aus Aserbaidschan über griechisches Territorium transportiert werden. Aus dem Bereich der griechischen Wirtschaft sind zwei positive Nachrichten zu vermelden. Die chinesische Firma Cosco will in Griechenland weitere Investitionen tätigen und allem Anschein nach wird das Trans-Adriatic-Pipeline-Projekt (TAP) verwirklicht. Das bedeutet, dass Erdgas aus Aserbaidschan über die Türkei, Griechenland und Albanien nach Italien und weiter nach Europa geleitet wird.
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Griechenland wartet fieberhaft auf die Entscheidung, ob Erdgas aus Aserbaidschan über Griechenland nach Europa transportiert wird. Das Gas stammt aus dem so genannten Shah-Deniz-II-Feld in Aserbaidschan. Vertreter des Unternehmens treffen sich heute mit Ministerpräsident Antonis Samaras und anschließend mit der Führung des Ministeriums für Umwelt, Energie und Klimawandel in Athen. Um dieses Projekt konkurrieren die Trans Adriatic Pipeline (TAP) mit der Nabucco-Pipeline. Während das TAP-Projekt von der Türkei aus über Griechenland, Albanien bis nach Italien verlaufen soll, würde die Nabucco-Pipeline von der Türkei aus über Bulgarien, Rumänien und Ungarn bis nach Österreich reichen.
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Griechenlands Ministerpräsident Antonis Samaras wird heute Abend um 18.00 die neue Verladebrücke 3 im Hafen von Piräus (OLP) einweihen. Anwesend sein wird der Vorsitzende der chinesischen Reederei Cosco, Captain Wei Jiafu. In einem persönlichen Gespräch wollen die beiden anschließend über weitere Privatisierungsmöglichkeiten von Teilen der Hafenanlagen sprechen. Athen zeigte sich im Vorfeld bereit, Aktienanteile von OLP zu verkaufen.
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Die Tochterfirma der Deutschen Bahn „Deutsche Bahn International“ (DBI) soll zumindest in den letzten zehn Jahren in Griechenland für Aufträge bei der U-Bahn (Attiko Metro) und der Griechischen Bahn geschmiert haben. Zu diesen Erkenntnissen gelangte die Staatsanwaltschaft Frankfurt. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, handle es sich um 315.000 Euro, die etwa für Aufträge bei der Athener Vorortbahn „Proastiakos“ eingesetzt worden seien. Betroffen von dieser Bestechungsaffäre seien außer Griechenland auch Algerien, Libyen, Ruanda und Thailand.
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