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Brandfronten gehen nur langsam zurück Tagesthema

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Brandfronten gehen nur langsam zurück
Mehrere Brände auf dem Peloponnes und auf der Insel Euböa sind noch immer außer Kontrolle. Insgesamt aber ist die Lage besser als gestern. Besonders betroffen sind heute das Städtchen Górtyna in Arkadien sowie die Ortschaften Lála und Kréstena in der Präfektur Ilias. Auch bei Setta auf Euböa liefern sich die Löschmannschaften weiterhin einen erbitterten Kampf mit den Flammen. Betroffen sind auch die Präfekturen Florina sowie Thesprotias.
as. Nach Angaben der Feuerwehr brachen in den letzten 24 Stunden 56 neue Brände aus. Heute Mittag gegen 13 Uhr gab es noch 23 Brände, acht von ihnen hatten sich auf breiter Front ausgedehnt.
Die Zahl der Toten erhöhte sich inzwischen auf 64, nachdem nahe der Ortschaft Zacharo auf dem Peloponnes, wo die Brände in den letzten Tagen mit unglaublicher Kraft gewütet hatten, ein toter Hirte gefunden worden war.
Derzeit befinden sich 21 Löschflugzeuge und 18 Hubschrauber im Einsatz. Hinzu kommen sieben Flugzeuge und vier Hubschrauber aus dem Ausland. Bei Setta auf Euböa sind u.a. 16 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Griechenlands im Einsatz, hinzu kommen 19 Feuerwehrleute aus Ungarn sowie 25 Feuerwehrleute aus Zypern sowie weitere Freiwillige aus dem Ausland. In Kréstena sind u.a. 52 Feuerwehrleute aus Israel im Einsatz.

Griechenland erhält Unterstützung aus dem In- und Ausland

Die Bereitstellung finanzieller Mittel für die Opfer der Brandkatastrophen kommt langsam in Gang. Einem Bericht der Zeitung „Eleftheros Typos\" zufolge soll die EU großzügige Mittel zur Verfügung stellen. Hilfe kam u.a. auch aus Australien. Das Land sicherte vier Millionen Euro Soforthilfe zu. Insgesamt sammelten sich bisher mehr als 70 Millionen Euro an Unterstützung an. Alleine 50 Millionen Euro davon spendete die Nationalbank Griechenlands, jeweils 5 Millionen Euro stellten die Piraeus Bank und die Bank of Greece zur Verfügung. 3,5 Millionen Euro zahlte die Agrarbank. Weitere 5 Millionen Euro gab das griechische Parlament als Soforthilfe und 500.000 Euro kamen von der Kirche Griechenlands. Unterstützung in Form von 150 Tonnen abgefüllten Trinkwassers durch Anwohner des nordgriechischen Kavala erreichte zudem die von den Bränden am meisten heimgesuchte Präfektur Ilia. Deren Anwohner erhielten von der Präfektur Piräus außerdem ein Feuerlöschfahrzeug sowie vier Wassertanks.
Bereits am Sonntag sicherte die Regierung den Opfern der Brandkatastrophe finanzielle Entschädigung in den nächsten Tagen zu. Demnach sollen 3.000 Euro an Personen gehen, die durch die Brände Eigentum verloren haben, 10.000 Euro an solche, deren nächste Verwandte in den Flammen ums Leben kamen. Betroffenen soll weiterhin in der Darlehensrückzahlung Hilfe zuteil werden. Außerdem erhalten alle Feuerwehr- und Einsatzkräfte, die an der Brandbekämpfung beteiligt waren, eine einmalige Bonuszahlung in Höhe von 2.500 Euro. Private Geldspenden können in allen Bankfilialen auf folgender Kontonummer eingereicht werden: 2341103053. (copyright: Griechenland Zeitung)

Ärzte warnen vor Brandrauch

In Gebieten, in denen die Rauchbelastung durch die Waldbrände zu spüren ist, sollen sich Menschen mit Atemproblemen möglichst in geschlossenen Räumen aufhalten und gegebenenfalls Schutzmasken tragen. Zu diesen Schutzmaßnahmen riefen gestern Ärzte vor allem Menschen mit Erkrankungen wie Asthma oder Bronchitis auf. Das Gesundheitsministerium rät Betroffenen, sich in klimatisierten Räumlichkeiten aufzuhalten. Charalambos Roussos, Pneumologie-Professor an der Athener Universität, sagte gegenüber der griechischen Tageszeitung „Kathimerini\", dass Atemwegskranke beim Verlassen des Hauses auf jeden Fall eine Schutzmaske aufziehen sollten. (copyright: Griechenland Zeitung)

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