Vier Flüchtlinge südlich von Kreta ertrunken – Hunderte gerettet Tagesthema

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Vier Flüchtlinge südlich von Kreta ertrunken – Hunderte gerettet

Bei der Havarie eines Fischkutters mit hunderten Migranten an Bord sind südlich von Kreta mindestens vier Menschen ertrunken. Die Zahl der Geretteten wird bis zur Stunde mit 340 angegeben.
Das 25 Meter lange hölzerne Schiff ist in den frühen Morgenstunden 75 Seemeilen südlich von Kreta gesunken. Zunächst wurden nach Pressinformationen die italienische und anschließend die griechische Küstenwache benachrichtigt. Das fragliche Seegebiet liegt im Zuständigkeitsbereich der ägyptischen Seenotrettung. Trotzdem übernahm die griechische Küstenwache die Koordination der Rettungsaktion. An der Aktion sind fünf in der Nähe kreuzende Schiffe sowie drei Hubschrauber, ein Flugzeug und mehrere Schiffe der Küstenwache und der griechischen Kriegsmarine beteiligt.
Die Migranten waren vermutlich von Nordafrika aus nach Italien unterwegs. Seit der Weg über die Ägäis nach dem Flüchtlingsdeal zwischen EU und Türkei praktisch versperrt ist, versuchen wieder mehr Menschen über diese sehr viel riskantere Route nach Europa zu gelangen. Allein in der letzten Woche ertranken nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UBHCR binnen weniger Tage rund 700 Flüchtlinge beim Versuch, nach Italien überzusetzen. Nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration IOM warten in Libyen bis zu 200.000 Menschen auf die Überfahrt.
(Griechenland Zeitung / ak, Archivfoto: © Eurokinissi)

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