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Serie von Wald- und Buschbränden erschüttert Griechenland Tagesthema

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Serie von Wald- und Buschbränden erschüttert Griechenland Unser Foto (© Eurokinissi) zeigt ein Löschflugzeug im Einsatz in Achaia auf der Peloponnes.

Zahlreiche Wald- und Buschbrände rollen seit Anfang der Woche über Griechenland, die Lage ist angespannt. Besonders betroffen ist die Insel Kreta. Aber auch auf anderen Inseln wie auf Paros, Lesbos oder Andros zogen bzw. ziehen die Flammen eine Spur der Verwüstung.

Begünstigt werden sie von extrem starken Winden, die teilweise Geschwindigkeiten von über 100 Stundenkilometern erreichten sowie von der anhaltenden Dürre und hohen Temperaturen.
Besonders schwierig ist die Lage nach wie vor an einem Teil der Südküste der Insel Kreta, wo die Feuerwehr noch immer keine Kontrolle über die Flammen hat. Dort haben sich zwischen Plakia und Agia Galini mehrere Brandfronten ausgebreitet, die angesichts der Witterungsbedingungen nur sehr schwer zu löschen sind. Stark betroffen ist auch die Region Preveli, wo ein Teil des bekannten Palmenwaldes vernichtet wurde.

Unterstüzung durch zahlreiche Helfer

Unterstützt wird die Feuerwehr von zahlreichen freiwilligen Helfern. In griechischen Medien wurde der aktive Beitrag vieler Bauern hervorgehoben, die mit Wassertanks auf ihren Pickups dafür sorgen, dass die Einsatzkräfte genügend Wasser für die Löscharbeiten zur Verfügung haben. Einen wichtigen Beitrag leistet auch die lokale Selbstverwaltung, die mit Infrastruktur und Personal zur Stelle unterstützend eingreift. Zusätzliche weitere professionelle Brandbekämpfer wurden vom Festland nach Kreta beordert.
Weiterhin im Abklingen ist der Brand bei Sitia im nordöstlichen Teil der Großinsel. Brandherde gibt es dort im Moment nur noch auf einigen Bergspitzen, Gebäude sind nicht bedroht. Auch die Lage an andren Flammenfronten, vor allem bei Atherinolakos und Agia Triada im Südosten, hat sich verbessert.

Eine breite Spur der Verwüstung

Insgesamt sind derzeit auf Kreta an die 300 Feuerwehrleute im Einsatz, zwei ihrer Kollegen fanden in dieser Woche den Tod, als ihr Fahrzeug von zwei Feuerfronten eingeschlossen wurde. Ein weiterer Feuerwehrbeamter starb auf der Südlichen Peloponnes, und zahlreiche Einsatzkräfte mussten mit Verletzungen in Krankenhäuser eingeliefert werden.
Die Schäden, die die Flammen anrichteten sind gigantisch. Nach Angaben der für diesen Bereich zuständigen Athener Sternwarte wurden allein auf Kreta bisher mindestens 4.500 Hektar Landschaft in Asche gelegt.
In den letzten Stunden wurde auch aus vielen anderen Landesteilen neue Brände gemeldet, etwa aus Achaia auf der nördlichen Peloponnes, von der Insel Andros, aus der Argolida auf der östlichen Peloponnes, ganz in der der Nähe von Mykene oder aus dem mittelgriechischen Böotien.
Die Waldbrandgefahr ist in Griechenland weiterhin extrem hoch, die Behörden fordern zu großer Umsicht und Sorgfalt auf. Im Gefahrenfall werden vom Zivilschutz Warnhinweise per Mobilfunk verschickt; man sollten diesen Anweisungen in jedem Fall Folge leisten.
(Griechenland Zeitung / Jan Hübel)

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