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Schweres Erdbeben auf der Peloponnes fordert zwei Menschenleben – Premier Karamanlis bricht Besuch in Österreich ab Tagesthema

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Schweres Erdbeben auf der Peloponnes fordert zwei Menschenleben – Premier Karamanlis bricht Besuch in Österreich ab
Griechenland / Athen. Ein Erdbeben der Stärke 6,5 ereignete sich gestern auf der Peloponnes in der Nähe von Patras. Es forderte zwei Menschenleben, mindestens 150 Personen wurden verletzt. Bei den Todesopfern handelt es sich um einen 55jährigen Mann, der von einem einstürzenden Dach erschlagen wurde, sowie um eine 80jährige Frau, die leicht verletzt wurde, im Krankenhaus aber schließlich an Herzversagen starb.Alle Schulen in der Präfekturen Elias und Achaia  bleiben heute geschlossen ebenso wie die Universität in Patras.
Patras. Untersucht wird, ob die Gebäude gefahrlos betreten werden können.
Tausende Menschen verbrachten die Nacht im Freien. Mehr als 15 Dörfer haben schwere Schäden erlitten. Betroffen sind hunderte Gebäude, darunter auch Schulen, die Stadt Patras sowie das auf dem Festland gelegene Agrinio. Die Regierung hat für die Erdbebengeschädigten eine Soforthilfe von 3.000 Euro zugesagt.
Auch die lokale Zugverbindung auf der westlichen Peloponnes ist außer Betrieb, da sich durch das Beben die Gleise verzogen haben.
Die Bevölkerung in Elias und Achaia ist auch über die Nachbeben besorgt. Bisher wurden mehr als 15 davon registriert, die eine Stärke zwischen 3,5 und 4,6 der Richterskala erreichten.
Auf Grund des Erdbebens brach Premier Kostas Karamanlis vorzeitig seinen Besuch in Österreich ab. Bereits heute Nachmittag um 17.30 wird sich Karamanlis in einer Sondersitzung mit seinem Regierungskabinett über Maßnahmen zur Linderung der Folgen des Bebens für die Betroffenen beraten. Ursprünglich wollte der Premier morgen in Salzburg das Spiel der griechischen Nationalmannschaft gegen Schweden life verfolgen.
Vor seiner Rückreise nach Athen hatte Karamanlis in Wien heute Morgen noch eine Begegnung mit Österreichs Bundeskanzler Alfred Gusenbauer.Im Mittelpunkt der Gespräche standen mögliche Maßnahmen gegen die zu beobachtende Teuerung. Die beiden Politiker waren sich einig, dass dieses Problem zentral im Rahmen der Europäischen Union gelöst werden muss. (Griechenland Zeitung / eh)

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