Der bisherige Parlamentarier der faschistischen Chryssi Avgi (CA), Konstantinos Barbaroussis, wurde am Montag in der Nähe von Athen verhaftet. Versteckt gehalten hatte er sich nördlich der Hauptstadt in einem Haus am Penteli-Gebirge. Nach seiner Flucht am Freitag hatte er sich zunächst dem Zugriff durch die Polizei entziehen können. Die Staatsanwaltschaft hatte gegen ihn einen Haftbefehl ausgestellt, nachdem er im Parlament während einer Rede die Militärführung des Landes zu einem Staatsstreich aufgerufen hatte.

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Drei Parlamentarier der faschistischen Partei Chryssi Avgi (Ch. A.) werden eine Kürzung ihrer monatlichen Diäten von 25 Prozent hinnehmen müssen. Dazu zählt auch Parteichef Nikos Michaloliakos. Das hat die Parlamentsvollversammlung beschlossen. Vorgeworfen wird ihnen „antiparlamentarisches Verhalten“. Vorangegangen war ein verbaler Angriff der Delegierten der Ch. A. Ilias Kassidiaris und Panagiotis Iliopoulos gegen ihren Kollegen aus Thrakien Moustafa Moustafa, der der dort lebenden muslimischen Minderheit angehört.

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Am Sonntagabend sind sieben Personen, die vermutlich Anhänger der faschistischen Chryssi Avgi (CA) sind, mit Brechstangen, Knüppeln und Leuchtraketen in einen Versammlungsraum in Piräus eingedrungen. Die Nutzer dieses als „Favela“ bezeichneten Raumes stammen aus dem linksautonomen Spektrum. Fünf der Anwesenden wurden bei dem brutalen Überfall verletzt, darunter auch die Rechtsanwältin der Familie Fyssas. Deren Sohn Pavlos Fyssas war im September 2013 von einem CA-Anhänger ermordet worden. Daraufhin waren damals Führungsmitglieder der CA festgenommen worden. Vorgeworfen wird ihnen Gründung bzw. Leitung einer kriminellen Organisation. Der Fall wird noch immer vor Gericht verhandelt. Die Angeklagten mussten inzwischen wegen des Ablaufs der Verjährungsfrist aus der Untersuchungshaft entlassen werden.

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Der Twitter-Account der faschistischen Partei Chryssi Avgi wurde gesperrt. Mitte Dezember hatte der in San Francisco ansässige „Mikrobloggingdienst“ den Vorsatz bekannt gegeben, schärfer gegenüber nationalistisch orientierten Gruppierungen und Parteien durchzugreifen. Davon betroffen sind vor allem auch solche, die Gewalt fördern oder dazu aufrufen.

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Am Samstag wurde in ganz Griechenland der Nationalfeiertag des 28. Oktobers gefeiert. In Thessaloniki fand aus diesem Anlass die traditionelle Militärparade statt. In den anderen Landesteilen wurde der Tag mit Schülerparaden geehrt.
Zu einem Vorfall, der Schlagzeilen machte, kam es im Dorf Emborio auf der Insel Santorin. Dort protestierte eine Gruppe von etwa zwanzig Bürgern gegen die Durchführung der Schülerparade. Augenzeugen zufolge handelte es sich um Anhänger der im Parlament vertretenen faschistischen Partei Chryssi Avgi. Sie haben sich dagegen verwahrt, dass eine aus Albanien stammende Schülerin während der Parade die griechische Flagge tragen sollte. Die 11-Jährige war als Schulbeste mit dieser Auszeichnung geehrt worden. Aufgrund des Protestes musste die Schülerparade in diesem Dorf schließlich annulliert werden.

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