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Ankara stellt Lausanne-Vertrag in Frage – Athen in Aufruhr TT
Die Stimmung zwischen den beiden Nachbarländern Griechenland und Türkei trübt sich wieder einmal ein. Im Rahmen eines Treffens mit Gemeindevorstehern in Ankara hat der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan den Vertrag von Lausanne aus dem Jahre 1923 in Frage gestellt. Er sprach von „unfairen Bestimmungen“ und einer „Niederlage der Türkei“. Als Beispiel nannte er die griechischen Ägäis-Inseln, die in „Rufweite“ der Türkei liegen.
Es gäbe noch immer einen „Kampf darum, was ein Festlandsockel sei, „und welche Grenzen wir auf dem Land und in der Luft haben“, so der türkische Staatschef. „Diejenigen, die sich damals an den Verhandlungstisch setzten“, so monierte er, seien den realen Umständen nicht gerecht geworden.
Türkische Diplomaten mit ihren Familien in Athen verschwunden
Von zwei türkischen Diplomaten, die in Athen stationiert gewesen sind, fehlt derzeit jede Spur. Es handelt sich um den Militärattaché und den Marineattaché sowie um deren Familien. Türkischen Medienberichten zufolge könnten die Diplomaten mit dem fehlgeschlagenen Putsch am 15. Juli in der Türkei in Verbindung gebracht werden.
Besorgnis in Griechenland wegen steigender Flüchtlingszahlen TT
Der Flüchtlingsstrom von der türkischen Küste aus Richtung Griechenland ist in den vergangenen Wochen angestiegen. In Hellas halten sich derzeit 57.039 Immigranten auf, die zum großen Teil einen Antrag auf Asyl gestellt haben. Allein auf den Inseln in der Ostägäis sind derzeit 10.204 dieser Menschen untergebracht. Die Kapazität der örtlichen Gemeinden sieht jedoch eine Unterkunft für maximal 7.450 Flüchtlinge und Immigranten vor. Unterdessen handelt es sich bei 60 % um Frauen und Kinder. Ziel der allermeisten von ihnen ist es, weiter nach Nord- und Westeuropa zu reisen.
Erhöhte Bereitschaft in Griechenland nach Putschversuch in der Türkei TT
Griechenland befindet sind aufgrund der Situation in der Türkei nach dem fehlgeschlagenen Putschversuch vom vergangenen Freitag in erhöhter Bereitschaft. Es besteht die Befürchtung, dass dort verfolgte Offiziere illegal nach Griechenland einreisen könnten, um hier um Asyl anzusuchen. Das Verteidigungsministerium hat in dieser Woche beschlossen, die Patrouillen an der griechisch-türkischen Grenze sowie in der Ägäis zu intensivieren.
Premier Tsipras sondiert beim türkischen Nachbarn TT
Am Dienstag hat in der türkischen Stadt Izmir (griechisch: Smyrni) das vierte Griechisch-Türkische Forum stattgefunden. Ziel dieser Institution ist es, die Beziehungen zwischen Athen und Ankara zu verbessern. Premier Alexis Tsipras reiste unmittelbar nach dem EU-Flüchtlingsgipfel in Brüssel nach Izmir, begleitet von einer großen Ministerdelegation sowie von 36 griechischen Unternehmern. Höhepunkt des Besuches war ein Treffen von Tsipras mit seinem türkischen Amtskollegen Ahmet Davutoglu.