Er galt als einer der bedeutendsten Vertreter der griechischen Volksmusik. Sein Beitrag zur Bewahrung und Erneuerung der traditionellen Musik Griechenlands wird als unschätzbar angesehen. Am Sonntag (2.8.) ist der Musiker und Sänger Lakis Chalkias im Alter von 82 Jahren in Athen verstorben.
Er stammte aus einer Familie mit einer langen musikalischen Tradition. Chalkias spielte fünf Musikinstrumente: Gitarre, Bouzouki, Laute, Tzouras und Oud. Dem Gesang widmete er sich bereits seit seinem siebten Lebensjahr.
Zur Welt gekommen war er am 30. August 1943 unter dem Namen Michalis Chalkiopoulos bzw. als Sohn des legendären Klarinettisten Tassos Chalkias. Unter anderem hatte er mit Musikgrößen wie Sotiria Bellou, Grigoris Bithikotsis, Stelios Kazantzidis, Nikos Xylouris, Loukianos Kilaidonis, Vassilis Tsitsanis, Markos Vamvakaris und Jorgos Zambetas zusammengearbeitet. Als wichtiger Meilenstein seiner Karriere gilt die Präsentation seines Werkes „2.500 Jahre griechische Musik – von Homer bis heute“, die im Mai 2002 im Herodes-Atticus-Theater unterhalb der Athener Akropolis aufgeführt wurde. Bereits 1984 hatte er die „Ilias“ von Homer vertont. Im Laufe seiner Karriere gab er mehr als 2.000 Konzerte, die insgesamt rund 9,5 Millionen Besucher anzogen.
„Lakis Chalkias schlug eine Brücke zwischen Tradition und Erneuerung und verlieh der griechischen Musik eine unverwechselbare Prägung – sowohl mit seinen Interpretationen anspruchsvoll vertonter Lyrik als auch des authentischen griechischen Volksliedes“, erklärte Kulturministerin Lina Mendoni in einer Stellungnahme zum Tod des Künstlers. Seitens der sozialistischen Oppositionspartei PASOK hieß es: „Chalkias besang die Fremde, die verlorenen Heimatländer, den Schmerz und die Freuden einer ganzen Epoche und brachte das griechische Volkslied den jüngeren Generationen wieder nahe. Tradition ist kein Museum. Sie muss weitergegeben werden, atmen und immer wieder neue Ausdrucksformen finden.“ Das Linksbündnis SYRIZA fasste zusammen: „Er verband seinen künstlerischen Werdegang mit den Sorgen und Kämpfen des griechischen Volkes.“ (Griechenland Zeitung / eh)