Griechenland / Athen. Durch den seit Tagen anhaltenden Streik der
Müllabfuhr nehmen die Müllberge auf den Straßen der Städte und
Gemeinden des Landes immer größere Ausmaße an. Durch die
frühlingshaften Temperaturen der letzten Tage legt sich der Geruch
des unentsorgten Hausmülls über ganze Athener Straßenzüge.
Innenminister Prokopis Pavlopoulos erklärte, dass man alle
notwendigen Maßnahmen ergriffen habe, um die öffentliche Gesundheit
nicht zu gefährden. Der Streik, so Pavlopoulos, habe vor allem
parteipolitische Hintergründe.
Auf der Liste der Forderungen der
Streikenden sind insgesamt elf Punkte aufgeführt. Um diesen
Forderungen weiteren Nachdruck zu verleihen, hatten die Streikenden
heute um 12.00 Uhr eine Kundgebung am Athener Kariskaki-Platz
durchgeführt. Heute Nachmittag wollen sie über ihr weiteres
Vorgehen beraten. Am Sonntag Abend kam es auf der Athener Müllkippe
bei Ano Liosia außerdem zu Auseinandersetzungen zwischen
Demonstranten und Einheiten der Schutzpolizei MAT, die die Öffnung
der Mülldeponie durchsetzte.