Login RSS

Deutlicher Wahlsieg für die Konservativen

  • geschrieben von 
Einen klaren Sieg fuhr die konservative Nea Demokratia (ND) mit ihrem Spitzenkandidaten Kostas Karamanlis bei den Parlamentswahlen vom gestrigen Sonntag (7.3.) ein. Bei 97 % der ausgezählten Stimmen entfallen 45,5 % auf die ND; 40,6 % erhielt die seit 1993 regierende Panhellenische Spzialistische Bewegung (PASOK). Drittstärkste Partei wurde die KP (KKE) mit 5,8 %; ebenfalls ins Parlament zieht die Radikale Linksallianz SYN mit 3,2 % ein.
Mit diesem Ergebnis verschafft sich Karamanlis eine bequeme Mehrheit im Parlament. Vorläufigen Berechnungen zufolge wird sie 165 der insgesamt 300 Sitze erhalten, der PASOK fallen 117 zu, der KKE 12 und dem SYN 6. Einen Sieg der Konservativen in diesem Ausmaß hatten nur wenige erwartet. Offensichtlich haben sich vor allem Teile der sozial schwächeren Schichten sowie die Landbevölkerung, die bisher als Hochburgen der PASOK galten, der ND zugewandt. Der vor nur einem Monat frisch gekürte PASOK-Chef Georgios Papandreou muss nun in der Opposition versuchen, seine Partei zu erneuern, wie er es bereits angekündigt hat. Die Niederlage der Sozialisten wird den Fehlern der letzten vier Jahre zugeschrieben (z. B. der Versicherungsreform) sowie den Versäumnissen in der Bildungs- und Gesundheitspolitik. Nicht zuletzt waren auch teilweise Phänomene von "Arroganz der Macht" ausschlaggebend für das schlechte Abschneiden der PASOK. Karamanlis seinerseits hat als oberste Prioritäten für die nahe Zukunft die Kultur-, Bildungs- und Agrarpolitik genannt sowie die Durchführung der Olympischen Spiele. Gleichzeitig wird er mit seiner Wirtschaftspolitik auch den Erwartungen jener benachteiligten Schichten entgegenkommen müssen, die ihm und seiner Partei das Vertrauen ausgesprochen haben.
Nach oben

 Warenkorb