Griechenland / Athen. Die Regierung will Arbeiter, die im Bereich
der Textilindustrie in der Stadt Naoussa entlassen wurden,
wirtschaftlich unter die Arme greifen. Dies soll auch für andere
Regionen des Landes gelten, in denen die Arbeitslosigkeit über der
20-Prozent-Marke liegt. Eine ursprünglich ins Auge gefasste
vorzeitige Pensionierung sei hingegen nicht geplant. Das erklärte
Wirtschafts- und Finanzminister Jorgos Alogoskoufis.
Mit Hilfe der
finanziellen Zuwendungen sollen die Arbeitslosen ganz normal ihre
Rentenbeiträge weiterzahlen, so dass sie nach Erreichung der vom
Gesetzgeber vorgegebenen Voraussetzungen ganz normal in Rente gehen
können. Seitens der PASOK wurde der Vorschlag als „Bruchwerk" und
als „provisorisch" charakterisiert. PASOK-Präsident Jorgos
Papandreou hatte vorgeschlagen, dass Arbeitslose über 50 Jahre mit
gemeinnützigen Arbeiten betraut und dafür mit bis maximal 800 Euro
entlohnt werden sollten.