Griechenland / Athen. Gegen frühzeitige Pensionierungen haben sich
Arbeitsminister Savvas Tsitouridis und der Vorsitzende des
Dachverbandes der Gewerkschaften (GSEE) Jannis Panagopoulos bei
einem Treffen am gestrigen Mittwoch ausgesprochen. Man solle nicht
aus Angst um das problematische Versicherungssystem verfrüht in
Rente gehen, forderten sowohl der Minister als auch der
GSEE-Präsident die Arbeitnehmer auf. Tsitouridis wies darauf hin,
dass dadurch das Renteneinkommen der Betreffenden erheblich
beeinträchtigt werde. Panagopoulos versicherte, dass die
Gewerkschaften die Möglichkeiten hätten, gegen negative
Entwicklungen in der Reform des Versicherungssystems vorzugehen.
Tsitouridis betonte, dass in dieser Reform die Renten nicht gesenkt
und das Rentenhöchstalter sowie die Abgaben nicht erhöht werden
sollen. Die Gewerkschaftler wiesen den Minister auf Schulden des
Staates an das Versicherungssystem in Höhe von 22 Mrd. Euro hin und
betonten ihre Opposition gegen eine „gewaltsame" Vereinigung der
Versicherungskassen oder eine solche Integration in die
Sozialversicherungsanstalt IKA.