Griechenland / Athen. Die seit Wochen anhaltenden Proteste im
Bereich der Hochschulbildung steuern offenbar einem neuen Höhepunkt
entgegen. Für den Donnerstag haben Hochschullehrer und Studenten zu
einer abermaligen Großkundgebung aufgerufen. U.a.
wird der
Rücktritt von Bildungsministerin Marietta Giannakou-Koutsikou
gefordert. Presseberichten zufolge könnte die Regierung von ihren
Plänen absehen, einen Gesetzentwurf über die Hochschulbildung
demnächst im Parlament einzubringen. Einem Bericht der Tageszeitung
„Ta Nea" zufolge sei die Regierung geteilter Meinung, wie man
weiter mit dem Gesetzentwurf verfahren soll. Möglicherweise würde
man dieses Thema auf die Zeit nach den Präfektur- und
Kommunalwahlen im Oktober verschieben. Derzeit werden 392 der
insgesamt 457 Hochschulen und Universitäten des Landes von den
Studenten besetzt gehalten.