Die Außenministerin der österreichischen Präsidentschaft, Ursula
Plassnik, appellierte im Rahmen einer Pressekonferenz an die
Türkei, die Umsetzung der Zollunion – das so genannte
Ankara-Protokoll – vorzunehmen, andernfalls, sagte sie, „sind
Schwierigkeiten programmiert, und es besteht die Gefahr, dass wir
in eine Sackgasse geraten\".
Noch klarer war Erweiterungskommissar Oli Rehn. Er warnte Ankara,
dass es in den Verhandlungen mit der Türkei zu einem
„Zugzusammenstoß\" kommen werde, wenn Ankara keine weiteren
Reformen durchführe.
Zufrieden äußerte sich nach dem Ende des Gipfels der
zypriotische Außenminister Jorgos Iakovou. Er verwies unter anderem
darauf, dass der Weg der Türkei an ihre Verpflichtungen geknüpft
ist, die verbindlichen Zusagen, die es gegenüber den 25 abgegeben
hat, zu erfüllen.