Griechenland / Athen. Athen prüft derzeit intensiv die
Möglichkeiten, dass trotz aller Schwierigkeiten im Oktober
EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei geführt werden können.
Entscheidendes Hindernis ist bisher die Weigerung Ankaras, das
Protokoll der Zollunion mit der EU auch auf die Republik Zypern
anzuwenden. Der Zeitung „Ta Nea" zufolge denkt man in Athen daran,
Ankara einen Aufschub von weiteren sechs Monaten zu gewähren, um
dieses Protokoll anzuwenden. Als Gegenwert, so der Bericht, könnte
man eine endgültige Lösung für die Probleme in der Ägäis fordern.
Zur Sprache kommen könnte das gesamte Verhandlungspaket beim
EU-Gipfel im Dezember. Während einer Sitzung des
Regierungskabinetts unter Vorsitz von Premier Kostas Karamanlis
sollen gestern derartige Pläne zur Sprache gekommen sein.
Poltische Beobachter gehen davon aus, dass ein solches Szenario zu Spannungen zwischen Athen und Nikosia führen könnte. Die zypriotische Regierung zeigte sich bisher entschlossen, auf die Anwendung des Protokolls zur Zollunion durch die türkische Regierung zu bestehen.
Poltische Beobachter gehen davon aus, dass ein solches Szenario zu Spannungen zwischen Athen und Nikosia führen könnte. Die zypriotische Regierung zeigte sich bisher entschlossen, auf die Anwendung des Protokolls zur Zollunion durch die türkische Regierung zu bestehen.