Griechenland / Athen. Abgelehnt wird sowohl von Athen als auch von
Nikosia ein neuer Vorschlag der finnischen EU-Ratspräsidentschaft,
der die Weigerung der Türkei umgehen soll, die Zollunion mit der
Republik Zypern umzusetzen. In der der türkischen Presse soll
dieser Kompromissvorschlag bereits zur Sprache gekommen sein. Darin
soll der direkte Handel mit dem türkisch besetzten Norden Zyperns
erwähnt werden. Eine Rückgabe der seit der türkischen Invasion 1974
toten Stadt Famagusta sei aber nicht vorgesehen.
Außenministerin
Dora Bakojanni betonte heute, dass so ein „Rückzug\" den Versuch
der Ratspräsidentschaft in sehr große Schwierigkeiten, wenn nicht
eine Sackgasse, führen werde. „Falls diese Medienberichte wahr
sind\", so sagte sie wörtlich, „dann müssen wir uns daran erinnern,
dass die finnische Ratspräsidentschaft Vorschläge macht, die
während der luxemburgischen Ratspräsidentschaft begonnen hatten.\"
Seit damals sei das Thema der Rückgabe von Varosia (das ein Teil
von Famagousta ist) immer „untrennbarer Teil diese Ideenpakets
gewesen\", so Bakojanni. Der Kommunikationsberater der
zypriotischen Botschaft in Athen, Anthos Lykavgis, sagte der
Tageszeitung Eleftherotypia, dass Nikosia keinen Vorschlag
diskutiere oder annehmen könne, der nicht die Rückgabe der
besetzten Stadt Famagousta sowie die Rückkehr ihrer dauerhaften
Bewohner beinhalte. Die finnische Ratspräsidentschaft hat
Medienberichten zufolge die Türkei im Rahmen der euro-mediterranen
Konferenz am 27. November zu bilateralen Gesprächen nach Tampere
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