Parteigründungen im linken und rechten Spektrum

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Parteigründungen im linken und rechten Spektrum

Die ehemalige Parlamentspräsidentin Zoi Konstantopoulou will am heutigen Dienstagabend im Athener Theater Hytirio ihre neue Partei vorstellen. Sie trägt den Namen „Freiheitskurs“.  Emblem ist ein Schiff in den Farben hellblau und lila. Die politisch deutlich links orientierte Partei spricht sich gegen das zwischen das von der Regierung mit den internationalen Geldgebern vereinbarte Spar- und Reformpaket (Memorandum III) aus. Die gelernte Juristin Konstantopoulou setzt sich außerdem für eine Streichung der griechischen Schulden ein und fordert die Rückzahlung von deutschen Zwangsanleihen aus dem zweiten Weltkrieg. Die einstige Parlamentspräsidentin ist im vergangenen Sommer aus der Regierungspartei SYRIZA ausgetreten.


Eine weitere Parteigründung erfolgte bereits am 8. April durch zwei ehemalige Funktionäre der größten Oppositionspartei Nea Dimokratia (ND). Die „Nationale Einheit“ (N.E.) ist deutlich im rechten politischen Spektrum verankert. Ihr Emblem ist eine Fackel – womit an die Anfangsjahre der ND angespielt wird.
Die N. E. ist streng patriotisch und euroskeptisch ausgerichtet. Parteichef ist der Journalist, Medienbesitzer und Gründer der rechtspopulistischen Orthodoxen Volkssammlung (LAOS) Jorgos Karatzaferis. Diese Partei stellte nach den Parlamentswahlen am 17. Juni 2012 gemeinsam mit der ND und der sozialistischen PASOK die Regierung. Als Generalsekretär der Neugründung fungiert Takis Baltakos. Letzterer galt als die rechte Hand des früheren Ministerpräsidenten Antonis Samaras. Die N.E. liebäugelt mit Wählern aus den Reihen der ND, des rechtspopulistischen Regierungspartners ANEL sowie der faschistischen Chryssi Avgi. (Griechenland Zeitung / eh)


Unser Foto (© Eurokinissi) zeigt Konstantopoulou an vorderster Front während einer Kundgebung anlässlich des Generalstreiks am 4. Februar vor dem Parlament.

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