Zwist und Ausschreitungen bei Studentenwahlen

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Zwist  und Ausschreitungen bei Studentenwahlen

Am Mittwoch sind an den griechischen Universitäten und technischen Hochschulen Studentenwahlen durchgeführt worden. Zum 30. Jahr in Folge ist die DAP stärkste Kraft geworden. Es handelt sich dabei um die Studentenorganisation der konservativen Oppositionspartei Nea Dimokratia (ND). Zuvor allerdings kam es zu einem internen Zwist in den Reihen der DAP. Ein Teil der Mitglieder ist separat als „Neue ONNED“ in die Wahlen gezogen. Die ONNED wiederum war bis vor kurzem die Jugendorganisation der ND. Deren Auflösung hatte der ND-Vorsitzende Kyriakos Mitsotakis im April bekannt gegeben. Als zweistärkste Kraft ist die der kommunistischen Partei nahestehende „Panspoudastiki“ von den Kommilitonen gewählt worden. Drittstärkste Kraft ist die außerparlamentarische Linke (EAAK). Etwa 40 % der Studierenden sind nicht an den Wahlurnen erschienen.


Überschattet wurden die Wahlen der Studiker von Ausschreitungen. Der Urnengang an der Pantion-Universität in Athen musste abgesagt werden. Zuvor waren vermummte Chaoten in die Räumlichkeiten eingedrungen, wo die Wahlen stattgefunden haben. Sie verursachten Sachschäden und entwendeten Wahlurnen. Ausschreitungen hat es auch an den Fakultäten der Universität Athen sowie der Aristoteles Universität Thessaloniki gegeben. Im Anschluss konnte der Urnengang dort aber planmäßig fortgesetzt werden. Die DAP warf der Regierungspartei SYRIZA vor, dass sie die „anarchistische Gewalt fördert und stimuliert“.

Elisa Hübel


Unser Archivfoto (© Eurokinissi) entstand während einer Kundgebung von Studenten Anfang des Jahres.

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