Griechenlanc / Athen. Die Verpflichtungen Ankaras gegenüber der
Europäischen Union standen im Mittelpunkt der Gespräche zwischen
Außenminister Petros Molyviatis und seinem belgischen Amtskollegen
Karle De Gucht gestern in Athen. Molyviatis erklärte dazu, dass es
„klare Zeitpläne für verschiedene Texte gibt", die in den letzten
Monaten zwischen Ankara und der EU beschlossen worden seien. „Jeder
Beitrittskandidat, und auch die Türkei", so Molyviatis, müssen die
vorher vereinbarten Verpflichtungen vollständig einhalten. De Gucht
verwies seinerseits darauf, dass die türkische Seite an das
Protokoll von Ankara gebunden sei und dazu verpflichtet sei, dieses
zu unterzeichnen und zu ratifizieren.
Dieses Protokoll, so der
belgische Außenminister, sei eingebettet in die Vereinbarung über
den Beginn von Beitrittsverhandlungen mit der Türkei. Außerdem
besprachen die beiden Außenminister die jüngsten Entwicklungen im
Zypernproblem. De Gucht war vor seinem Zwischenstopp in Athen zu
Besuch in Nikosia gewesen.