Sowohl mit dem außenpolitischen EU-Koordinator Javier Solana als
auch mit NATO-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer hatte
Außenministerin Dora Bakojanni gestern am Rande des Treffens der
EU-Außenminister in Brüssel. Erörtert wurden bei diesen
Besprechungen die Probleme auf dem Balkan und der wachsende
Einfluss Griechenlands in der Region. Ein weiteres Gesprächsthema
war die Veröffentlichung von Mohammed-Karikaturen in Europa sowie
die damit verbundenen Proteste in der islamischen Welt. Bakojanni
erklärte dazu, dass die Ansicht Athens zu dieser Frage „für die
europäischen Partner besonderes Gewicht hat, weil Griechenland
traditionelle und enge Beziehungen zur arabischen Welt unterhält
und über Möglichkeiten verfügt, die Botschaft des friedlichen
Zusammenlebens, des Verständnisses und der Achtung vor
unterschiedlichen Auffassungen zu vermitteln". Eine weitere
Begegnung hatte Bakojanni mit der österreichischen Außenministerin
Ursula Planssnik sowie mit EU-Erweiterungskommissar Oli Ren.
li Ren. Dabei wurde auch die europäische Perspektive der Türkei
erörtert. Am Donnerstag reist Bakojanni nach Belgrad, Pristina und
Sarajevo und anschließend nach Wien.