Griechenland / Athen. Ein Treffen mit seinem britischen
Amtskollegen Tony Blair hatte Ministerpräsident Kostas Karamanlis
gestern in London. Auf der Agenda standen die griechisch-britischen
Beziehungen, die Lage auf dem Balkan und im Nahen Osten und vor
allem die eurotürkischen Beziehungen. Karamanlis und Blair waren
sich einig über die europäische Perspektive der Türkei.
Unterschiedlicher Auffassung vertraten sie jedoch darüber, was
geschehen sollte, falls sich Ankara nicht an seine Verpflichtungen
gegenüber der EU halten sollte.
Insbesondere geht es hier um die
Umsetzung der Zollunion mit der Republik Zypern. Während
Griechenland für härte Strafen plädiert, zieht Großbritannien – für
den Fall, dass die Türkei das EU-Ultimatum des 6. Dezembers nicht
einhalte – eine etwas weniger harte Linie vor. Der türkischen
Außenminister Abdullah Gül hatte dazu erklärt, dass sich sein Land
„nicht erpressen" lassen werde.