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Athen ist beunruhigt über Umbenennung des Flughafens von Skopje Tagesthema

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Beunruhigt ist die griechische Regierung wegen der Entscheidung der Regierung der Früheren Jugoslawischen Republik Mazedonien (FYROM), den Flughafen der Hauptstadt Skopje in „Alexander der Große\" umzubenennen. Damit hat der seit 1991 andauernde Streit zwischen der FYROM und Griechenland um den Namen der ehemaligen jugoslawischen Teilrepublik einen neuen Höhepunkt erreicht. Außenministerin Dora Bakojanni stellte fest „Alexander der Große war eine Führungspersönlichkeit mit internationaler Geltung. Er hat der gesamten damals bekannten Welt die griechische Kultur gebracht – der griechische Feldherr hat die Geschichte geprägt.\" Sie fügte hinzu, dass man „nach 2300 Jahren die Geschichte weder ändern noch fälschen\" könne.
ie Geschichte geprägt.\" Sie fügte hinzu, dass man „nach 2300 Jahren die Geschichte weder ändern noch fälschen\" könne. Das Verhalten der Regierung in Skopje sei nicht zu vereinbaren mit gutnachbarschaftlichen Beziehungen, die in einem so genannten Zwischenvertrag zwischen beiden Seiten im Jahr 1995 vereinbart worden waren. Außerdem widerspreche dies den gegenüber der Europäischen Union eingegangenen Verpflichtungen und es diene nicht den euroatlantischen Hoffnungen, die sich das Land mache. Die griechische Seite ließ offen, ob sie gegen die EU- und NATO-Perspektiven der FYROM Veto einlegen werde. Zur Sprache kam das Thema auch im griechischen Parlament. Der unabhängige Parlamentarier Stelios Papathemelis (ehemals PASOK) sprach von einer „einseitigen Politik der Freundschaft\". Die Regierung solle endlich klarstellen, welche Position sie in dieser Frage einnehme.

Der Außenminister der FYROM, Antonio Milososki, erklärte seinerseits, dass sein Land mit der Entscheidung der Umbenennung des Flughafens keine hintergründigen Absichten verfolge. Es handle sich „auch nicht um den Versuch, eine internationale historische Persönlichkeit, die in vielen Ländern geschätzt wird, für sich zu monopolisieren.\" Griechenland, so der FYROM-Außenminister, möge die Umbenennung des Flughafens „nicht als Provokation betrachten\". Der mazedonische Feldherr gehöre der gesamten Menschheit „und nicht nur ausschließlich einem Land oder einer Nation\".

Bereits vor Weihnachten hatte der Präsident der FYROM, Branko Crvenkovski, in seiner jährlichen Ansprache vor dem Parlament erklärt, dass man gute Beziehungen zu Griechenland wünsche. Allerdings könne man nicht den in der Verfassung festgelegten Namen des Landes ändern.

Hintergrund für die ablehnende Haltung Athens, das Nachbarland unter dem Namen \"Republik Mazedonien\" anzuerkennen, sind Befürchtungen, dass es dadurch zu territorialen Ansprüchen in der gleichnamigen nordgriechischen Provinz Makedonien kommen könnte.

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