Griechenland / Athen. Die Position der USA im Namensstreit mit der
Früheren Jugoslawischen Republik Mazedonien (Kurzbezeichnung:
FYROM) bleibt unverändert. Dies betonte der Staatssekretär für
Politische Angelegenheiten im US Außenministerium, Nicholas Burns.
Die USA hätten die Hoffnung, so Burns, dass es den Regierungen in
Athen und Skopje mit Hilfe der „guten Dienste" des UNO
Sonderbeauftragten Matthew Nimitz möglich werde, die „nötige
Lösung" für dieses Problem zu finden. Vorangegangen waren Proteste
Athens gegen eine Feststellung von Nimitz, dass das Problem
angeblich darin liege, wie Athen die FYROM benenne.
Daraufhin hatte
Nimitz klar gestellt, dass es darum gehe, wie die FYROM innerhalb
der UNO benannt werde. Es handle sich also nicht um ein bilaterales
Thema. Außerdem hatte Nimitz erklärt, dass die Mitgliedschaft
„Mazedoniens" in der NATO davon abhinge, ob dem alle Mitglieder
zustimmen würden. Voraussetzung dafür sei, dass vorher der
Namensstreit zwischen Athen und Skopje geschlichtet werde. Es sei
erwähnt, dass die USA die FYROM als „Republik Mazedonien" anerkannt
haben. Griechenland akzeptiert diesen Namen nicht. Beobachtern
zufolge verbirgt sich dahinter die Befürchtung, dass ein Nachgeben
in der Namensfrage zu territorialen Forderungen gegenüber der
griechischen Region Makedonien führen könnte.