In Griechenland wurde am Donnerstag (5.2.) ein Offizier der Luftwaffe wegen Spionageverdachts verhaftet. Griechische Medien berichteten übereinstimmend, dass der Mann schon seit längerer Zeit unter Beobachtung gestand habe.
Er soll vertrauliche und streng geheime Informationen über in Entwicklung befindliche Technologien sowie militärische Ausrüstung der griechischen Streitkräfte an Dritte weitergegeben haben.
Festgenommen wurde der Mann auf dem Militärgelände, wo er im Einsatz war. Er soll seine Spionagetätigkeit noch am selben Tag gestanden haben. Dem griechischen TV-Sender Mega zufolge habe er das offenbar gegen Bezahlung getan. Dabei habe er vor allem auch vertrauliche Informationen, die die NATO als Ganzes betreffen, weitergereicht. Die Empfänger dieser Informationen bzw. die Auftraggeber sollen demnach in China zu verorten sein. Einem Bericht der Zeitung Kathimerini zufolge sollen ihm die dortigen Behörden besondere technische Geräte zur Verfügung gestellt haben, mit denen er geheime Dokumente fotografieren und „an die Endempfänger“ weiterleiten konnte. Es handle sich um einen der ernsthaftesten Spionagefälle, die jemals in Griechenland registriert wurden.
Der Verhaftete soll als verantwortlicher Offizier in einer Ausbildungseinheit der Luftwaffe in Kavouri – im Südwesten Attikas – im Einsatz gewesen sein. Seine Spezialgebiete seien Telekommunikation und elektronische Systeme im weiteren Sinne. Aufgrund seiner Position habe er beträchtlichen Zugang zu geheimen Informationen gehabt. Das betreffe nicht nur die Luftwaffe, sondern auch andere Waffengattungen. Voraussichtlich muss er sich nur nach dem Militärrecht für das Sammeln und Weitergeben geheimer Informationen an Dritte verantworten. Zudem dürfte ihm auch Schädigung der nationalen Interessen des Landes vorgeworfen werden.
(Griechenland Zeitung / jh)