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Griechenlands Außenminister in den USA: „höchstmögliche Beziehungen“ Tagesthema

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Griechenlands Außenminister in den USA: „höchstmögliche Beziehungen“ Unser Archivfoto (© Eurokinissi) zeigt den griechischen Außenminister Jorgos Gerapetritis in Athen.

„Die Beziehungen zwischen Griechenland und den USA sind gegenwärtig auf dem höchstmöglichen Niveau.“ Diese Einschätzung vertrat Außenminister Jorgos Gerapetritis in Washington während eines knapp einstündigen Treffens mit seinem Amtskollegen Marco Rubio.

Es war bereits die zweite Begegnung der beiden Politiker innerhalb eines Jahres in der US-Hauptstadt, was Beobachter aus Athen als besonderes Zeichen der Wertschätzung für Griechenland hervorhoben.
Minister Gerapetritis sprach im Anschluss von einem ausgezeichneten Klima; das betreffe einerseits die Wirtschaftsbeziehungen, wobei er besonders den Bereich der Energie hervorhob. Ausgezeichnet seien aber auch die Kooperationen in der Wirtschaftsdiplomatie und im Handel, in der Schifffahrt sowie im Verteidigungsbereich. Man habe u. a. festgelegt, noch enger im Bereich der Künstlichen Intelligenz und der Hochtechnolgien zu kooperieren und dass noch in diesem Jahr eine sechste Runde des „militärischen Dialogs“ beider Länder in Athen stattfinden werde.
Erörtert wurde auch die Rolle Griechenlands bei der Stabilisierung und den Wiederaufbau in Gaza sowie die jüngsten Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Iran. Dabei wurde auch über die Rolle der US-Marinebasis bei Souda auf der Insel Kreta gesprochen. In den letzten Tagen war der US-Flugzeugträger „Gerald R. Ford“ dort vor Anker gegangen, um Ausrüstung und Proviant an Bord zu nehmen; anschließend setzte sich das Schiff Richtung Israel in Bewegung.
In Washington kam nicht zuletzt auch die Rolle Griechenlands in der weiteren Region zum Ausdruck, wobei Hellas zu den wenigen Ländern gehöre, mit denen sowohl Israel als auch die arabische Welt gute Kommunikationskanäle unterhalte.
Zur Sprache kamen ebenfalls die euro-atlantischen Beziehungen. Der Gast aus Athen sprach sich dafür aus, die Kräfte Europas und der USA zu bündeln, um die „Ideen, mit denen der Westen aufgebaut wurde“, voranzutreiben.
Nicht zuletzt informierte Gerapetritis seinen US-Amtskollegen über die griechisch-türkischen Beziehungen sowie über die jüngsten Entwicklungen für die Lösung des Zypernproblems: Seit 1974 ist der Norden der Insel, die zur Europäischen Union gehört, von türkischen Truppen besetzt.
(Griechenland Zeitung / Jan Hübel)

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