Griechenland treibt den Ausbau seiner Raumfahrtindustrie entschlossen voran: Mit dem erfolgreichen Start von fünf neuen Mikrosatelliten stärkt das Land seine technologische Kompetenz und positioniert sich zunehmend im internationalen Raumfahrtsektor. Die Mission ist Teil eines ambitionierten Programms, das Innovation, Forschung und wirtschaftliche Entwicklung miteinander verbindet.
Griechenland baut seine Raumfahrtindustrie aus. Fünf weitere griechische Satelliten wurden Anfang der Woche im Rahmen eines Mikrosatellitenprogramms ins All gebracht und befinden sich nun im Orbit um die Erde. Dabei handelt es sich um experimentelle Forschungs-Mikrosatelliten (CubeSats) zur Technologiedemonstration. Diese sollen neue, in Griechenland entwickelte Raumfahrttechnologien erproben. Ziel ist es, die heimische Industrie dieser Branche zu stärken.
Förderung der Raumfahrttechnologie
Die Satelliten wurden auf der Vandenberg Space Force Base in Kalifornien gestartet. Im Einzelnen umfasste die griechische Beteiligung fünf Forschungs-CubeSats mit den Bezeichnungen ERMIS-1, ERMIS-2, ERMIS-3, PeakSat und Optisat. Entwickelt wurden sie u. a. von der Nationalen und Kapodistrias-Universität Athen und der Aristoteles-Universität Thessaloniki.
Sie sind Teil einer Konstellation von insgesamt elf experimentellen CubeSats, die im Rahmen des Programms entwickelt werden. Die Missionen sollen wertvolle Daten liefern und den Aufbau von Know-how in der Raumfahrttechnologie fördern – mit Anwendungen unter anderem in Kommunikation, Kartierung, Navigation, Präzisionslandwirtschaft, Raumplanung sowie im Katastrophenschutz.
„Nationales Mikrosatellitenprogramm“
Das sogenannte „Nationale Mikrosatellitenprogramm“ wird vom Ministerium für E-Government mit Unterstützung der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) umgesetzt.
Der Minister für E-Government Dimitris Papastergiou erklärte: „Der Start von fünf weiteren griechischen Mikrosatelliten bestätigt den dynamischen Kurs unseres Landes in der neuen digitalen und Raumfahrtära. Wir investieren systematisch in Wissen, Innovation und unser Humankapital, damit Griechenland nicht nur Nutzer von Technologie ist, sondern Anbieter von Lösungen mit internationaler Strahlkraft.“ Das Nationale Mikrosatellitenprogramm beschrieb er als einen „strategischen Wachstumsmotor“. Anschließend fasste er zusammen: „Mit Planung, Konsequenz und Offenheit bauen wir ein starkes Raumfahrtökosystem auf, das Wirtschaft, Sicherheit, Resilienz und den Alltag der Bürger unterstützt und neue Perspektiven für eine nachhaltige Entwicklung unseres Landes eröffnet.“
Der Generalsekretär für Telekommunikation Konstantinos Karantzalos ergänzte: „Der heutige Erfolg ist das Ergebnis gezielter Investitionen in das griechische Humankapital sowie in die Entwicklung heimischer technologischer Kompetenzen. Durch die Einbindung von Universitäten, Forschungseinrichtungen und kleinen sowie mittleren Unternehmen stärken wir die Perspektiven für eine nachhaltige Entwicklung der nationalen Raumfahrtindustrie.“ (Griechenland Zeitung / Elisa Hübel)