Ein neues Maßnahmenpaket soll Griechenlands Industrie von steigenden Energiekosten entlasten und gleichzeitig den Weg für mehr Energieeffizienz ebnen. Die Maßnahmen wurden gemeinsam vom Ministerium für Umwelt und Energie sowie vom Ministerium für Entwicklung vorgestellt und sollen Investitionen in moderne und energieeffiziente Produktionsprozesse fördern.
Mit einem neuen Maßnahmenpaket will Griechenland die Industrie spürbar entlasten: Die Regierung stellt 200 Millionen Euro aus dem Modernisierungsfonds für 2026 sowie jährlich weitere 100 Millionen Euro für die kommenden fünf Jahre bereit, um die Energiekosten zu senken und die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.
Die neuen Maßnahmen wurden am 6. April von Umwelt- und Energieminister Stavros Papastavrou, Entwicklungsminister Takis Theodorikakos und dem Staatssekretär im Ministerium für Umwelt und Energie Nikos Tsafos vorgestellt. Ziel ist es, energieintensive Unternehmen gezielt zu unterstützen und gleichzeitig Investitionen in eine effizientere und modernere Produktion anzureizen.
Ein zentraler Bestandteil ist die Förderung von Investitionsprojekten, die mindestens zehn Prozent Energieeinsparung erzielen. Unterstützt werden unter anderem Branchen wie Metallverarbeitung, Zement-, Holz- und Papierproduktion sowie die chemische und pharmazeutische Industrie. Die Förderung soll in Form von Zuschüssen erfolgen, eine Ausschreibung ist für Juni geplant.
Zusätzlich sicherte sich Griechenland nach monatelangen Verhandlungen mit der EU einen verbesserten CO₂-Kompensationsmechanismus, der jährlich rund 75 Millionen Euro zusätzliche Entlastung bringt. Auch bei den Stromkosten selbst greift die Regierung ein: Ab Juli 2026 sollen die Gebühren für industrielle Verbraucher um 50 Prozent gesenkt werden.
Die Regierung sieht darin einen entscheidenden Schritt für mehr Wachstum, höhere Produktivität und stabile Arbeitsplätze. (Griechenland Zeitung / eh)