Griechenland prüft strengere Regeln für E-Scooter: Besonders für Minderjährige könnten neue Verbote auf Straßen kommen. Grund sind steigende Unfallzahlen und Sicherheitsbedenken. Der Bürgerschutzminister fordert eine umfassende Neuregelung und spricht sich für klar abgegrenzte Verkehrsbereiche aus.
Bürgerschutzminister Michalis Chrysochoidis zieht ein Verbot der Nutzung von E-Scootern auf Straßen, insbesondere für Minderjährige, in Betracht. Im Rahmen eines Fernsehinterviews bei Mega kündigte er neue gesetzliche Regelungen an, da die Unfallzahlen deutlich gestiegen seien. E-Scooter könnten daher künftig für Minderjährige auf Straßen verboten werden, während die Nutzung in Fußgängerzonen und auf Plätzen weiterhin erlaubt bleiben soll. Diese Regelung soll gesetzlich verankert werden. Der Minister betonte zudem, dass es zu gefährlich sei, wenn Kinder mit E-Scootern zur Schule fahren, und kritisierte allgemein hohe Geschwindigkeiten sowie das Fahren ohne Helm im Straßenverkehr.Nach seiner Einschätzung seien E-Scooter in ihrer aktuellen Form sehr riskant und ihr Betrieb müsse entweder stark eingeschränkt oder grundsätzlich neu geregelt werden. Falls sie weiterhin erlaubt bleiben, brauche es klar abgegrenzte Verkehrsflächen – ähnlich wie bei Fahrrädern. Entscheidend sei eine umfassende Regulierung, da es einen großen Unterschied mache, ob Kinder sicher auf Plätzen fahren oder mit 30 bis 40 km/h auf Hauptstraßen unterwegs seien.Parallel dazu sprach er über Fortschritte im Kampf gegen häusliche Gewalt: Die Zahl der Anzeigen ist zuletzt leicht rückläufig, und rund 15.000 Frauen nutzen bereits das „Panic Button“-System. (Griechenland Zeitung / eh)