Das ehemalige U-Boot „Protefs“ ist im Marinepark „Odysseas – Die Griechen und das Meer“ in Flisvos, südlich von Athen, als Freilicht-Exponat der Öffentlichkeit übergeben worden. Bei der Zeremonie würdigte Präsident Tassoulas die Bedeutung der maritimen Tradition für Griechenland und die Geschichte dieses U-Boots.
Der griechische Staatspräsident Konstantinos Tassoulas hat am Montag (11.5.) bei der offiziellen Übergabe des ehemaligen U-Boots „Protefs“ als Freilicht-Ausstellungsstück im Marinepark „Odysseas – Die Griechen und das Meer“ die enge Verbindung Griechenlands zur Seefahrt und zur maritimen Tradition hervorgehoben. Die Zeremonie fand im Küstengebiet von Flisvos südlich von Athen statt. Tassoulas würdigte insbesondere das Engagement des Reeders Aris Theodoridis, durch dessen großzügige Unterstützung die Entwicklung des Parks ermöglicht worden sei. Der Präsident sprach von einer Verbindung aus maritimer Tradition und Gemeinsinn, die Griechenland kulturell und national stärke. Dabei zog er Parallelen zu historischen Persönlichkeiten wie Georgios Averoff, der einst den Erwerb eines legendären Kriegsschiffs bzw. Panzerkreuzersfinanziert hatte, der auf den Namen des Sponsors getauft wurde: „Averoff“.
Das U-Boot „Protefs“, das 1973 in Dienst gestellt wurde und über Jahrzehnte Teil der griechischen Marine war, werde nun zu einem „Archiv der maritimen Geschichte Griechenlands“, sagte Tassoulas. Das einst hochmoderne Unterseeboot habe unter anderem während der Zypern-Krise 1974 an drei Kriegspatrouillen teilgenommen und über Jahrzehnte zur Verteidigung der nationalen Souveränität beigetragen.
In seiner Rede betonte der Präsident zudem die strategische Bedeutung der See für Griechenland – von der Antike bis zur Gegenwart. Die maritime Tradition des Landes sei untrennbar mit seiner Geschichte, seinem Handel, seiner Verteidigung und seiner kulturellen Entwicklung verbunden. Zugleich warb Tassoulas für die weitere Stärkung der griechischen Marine und der Handelsflotte sowie für Investitionen in moderne Technologien angesichts aktueller geopolitischer Veränderungen.
Abschließend rief der Präsident zu nationaler Geschlossenheit auf. Tradition, technologische Entwicklung und gesellschaftliches Engagement müssten gemeinsam dazu beitragen, Griechenlands Zukunft zu sichern. (Griechenland Zeitung / eh)