Griechenland versucht, große Flüchtlingsströme aus Libyen zu vermeiden. Letztes Jahr seien bis zu 20.000 Asylsuchende über diese Route illegal nach Griechenland gekommen.
Ziel sei es auch im laufenden Jahr, diese Zahl auf dem gleichen Niveau zu halten, erklärte der Minister für Migration und Asyl Thanos Plevris gegenüber dem staatlichen Fernsehsender ERT. Dabei bestehe er darauf, dass auf der Insel Kreta geschlossene Aufnahmelager entstehen müssten. Er bedauerte die Tatsache, dass in Libyen etwa 500.000 Personen auf eine Weiterreise nach Europa warten würden. Im Interview gab er eine Einigung von fünf Ländern bekannt, darunter Deutschland und Österreich, die für die Einrichtung von Rückkehrzentren außerhalb der EU plädieren. Dorthin sollen Menschen gebracht werden, die nicht unmittelbar abgeschoben werden können.
Unterdessen wurden am Montagvormittag (25.5.) insgesamt 83 Menschen in Gewässern vor Griechenland in Sicherheit gebracht, die mit Booten von Libyen aus in Richtung Kreta in See gestochen waren. An den Rettungsaktionen haben sich u. a. Mitglieder der europäischen Agentur für die Grenz- und Küstenwache (Frontex) beteiligt. (Griechenland Zeitung / eh)