Login RSS

Schuldsprüche nach Schneechaos auf der Attiki Odos

  • geschrieben von 
Unser Archivfoto (© Eurokinissi) entstand im Januar 2022 auf der Attiki Odos. Unser Archivfoto (© Eurokinissi) entstand im Januar 2022 auf der Attiki Odos.

Drei Führungskräfte der ehemaligen Betreiberfirma der Athener Ringautobahn „Attiki Odos“ wurden am Montag (29.6.) wegen eines Verkehrschaos auf der Strecke, das sich im Januar 2022 ereignet hatte, vom zuständigen Gericht für schuldig gesprochen.

Zwei weitere Angeklagte erhielten einen Freispruch. Das Gericht verhängte gegen die Verurteilten eine Freiheitsstrafe von jeweils zehn Monaten auf Bewährung. Zudem ordnete es an, die Akten an die Staatsanwaltschaft weiterzuleiten, um mögliche strafrechtliche Verantwortlichkeiten ehemaliger leitender Polizeibeamter der Verkehrspolizei in Attika zu prüfen.
Am 24. Januar 2022 waren im Zuge des Wettertiefs „Elpida“ („Hoffnung) mehr als 1.200 Kraftfahrzeuge auf der Attiki Odos stecken geblieben und mussten dort teilweise bis zu 24 Stunden ausharren. Um Insassen in den eingeschlossenen Kraftfahrzeugen Hilfe zu erteilen, musste sogar das Militär eingesetzt werden. Noch am Morgen nach dem Unwetter befanden sich noch immer rund 200 Personen auf der Attiki Odos in ihren Fahrzeugen. Diese Ringautobahn gilt als die modernste ihrer Art in Griechenland.
Die Regierung forderte vom Straßenbetreiber Schadenersatz in Höhe von 2.000 Euro pro betroffenes Fahrzeug, was vom Unternehmen angenommen wurde.

Mehr dazu hier: Schneekatastrophe auf der Autobahn: 2.000 Euro Entschädigung pro Kraftfahrer

In einer Mitteilung der Attiki Odos hieß es damals, dass die Autobahn in den vergangenen 20 Jahren ihres Betriebs „ein Vorbild für alle“ gewesen sei.

Mehr zum Unwetter Elpida erfahren Sie hier: Heftige Schneefälle führen zu Verkehrschaos in Athen(Griechenland Zeitung / eh)


Nach oben

 Warenkorb