In Griechenland legen am Dienstag Bedienstete der öffentlichen Hand stundenweise die Arbeit nieder. Damit demonstrieren sie gegen eine im Sommer eingeleitete Verfassungsänderung. Sie fordern u. a. „sichere und unbefristete Arbeitsverhältnisse“ und Lohnerhöhungen. Am Streik beteiligen sich auch Krankenhausärzte.
Griechenlands Dachgewerkschaft Öffentlicher Dienst (ADEDY) hat für Dienstag (14.7.) zu einer landesweiten Protestaktion ausgerufen. Hauptsächlich wird gegen eine Verfassungsänderung demonstriert. Kritisiert wird vor allem, dass die Regierung „mitten in der Sommersaison“ versuche, „durch eine Überarbeitung von Verfassungsartikeln tiefgreifende Änderungen an der Struktur und Funktionsweise des Staates durchzusetzen“. Ziel dieser im Hochsommer angepeilten Reform sei es, „den Widerstand der Beschäftigten möglichst gering zu halten“.
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Aus diesem Grund wird heute ab 11 Uhr und bis Dienstende zu einer Arbeitsniederlegung im Öffentlichen Dienst aufgerufen. Um 12 Uhr kommt es vor den Propyläen an der Panepistimiou-Avenue zu einer Protestkundgebung. Es folgt ein Protestmarsch in Richtung Parlament.
Gefordert werden außerdem „sichere und unbefristete Arbeitsverhältnisse im öffentlichen Dienst“. Gleichzeitig gehe es auch darum, bessere Löhne sowie bessere Arbeitsbedingungen durchzusetzen.
Am Protest beteiligen sich u. a. auch Krankenhausärzte. Die Föderation der Krankenhausärzte Griechenlands warnt, dass die Verfassungsänderung den Weg für die Abschaffung des Beamtenstatus auf Lebenszeit ebnen und Entlassungen im öffentlichen Dienst erleichtern könnte. Die Krankenhausärzte befürchten, dass sich der Personalmangel in ihrer Zunft dadurch verschärfen könnte. Außerdem könnten Zwangsversetzungen von Beschäftigten auf andere Posten intensiviert werden und allgemein „die ohnehin belastenden Arbeitsbedingungen“ weiter verschlechtert werden. Eine weitere Befürchtung geht dahin, dass weitere Dienstleistungen der öffentlichen Hand an externe Dienstleister vergeben werden. (Griechenland Zeitung / eh)
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