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Philosoph Stelios Ramfos im Alter von 87 Jahren verstorben Tagesthema

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Unser Archivfoto (© Eurokinissi) zeigt den Philosophen Stelios Ramfos. Unser Archivfoto (© Eurokinissi) zeigt den Philosophen Stelios Ramfos.

Einer der bekanntesten zeitgenössischen Philosophen Griechenlands, Stelios Ramfos, ist am Montag (10.8.) in Athen im Alter von 87 Jahren verstorben. Seine Beerdigung findet am Mittwoch im Athener Vorort Chalandri statt.

Geboren wurde er in Athen im Jahr 1939. Zunächst hatte er in der griechischen Hauptstadt Jura studiert. Dieses Studium brach er jedoch ab, um anschließend in Paris Philosophie zu studieren. Zwischen 1969 und 1974 lehrte er dort dieses Fach an einer Universität, bevor er nach Athen zurückkehrte.
Während seines Lebens hatte er mehr als 30 Bücher geschrieben und zahlreiche Vorträge gehalten. Diese betrafen u. a. seine Ansichten zum Marxismus, zur Universalität der griechischen Kultur, zu den Beziehungen des modernen geistigen Schaffens zur griechisch-orthodoxen Tradition. Vor allem analysierte Ramfos die griechische Psyche in Wechselwirkung zur Gesellschaft. Dabei ging es ihm auch um Zusammenhänge zwischen Populismus und gesellschaftlichen Krisen. Untersucht wurden von ihm die Zusammenhänge zwischen dem antiken Erbe, des Christentums im Byzantinischen Reich, der christlich-orthodoxen Traditionen Griechenlands und die Einflüsse europäischer Gedanken. Nicht zuletzt galt Ramfos als ein unbequemer Kritiker der in Griechenland betriebenen Politik. So etwa setzte er sich intensiv mit der Schuldenkrise auseinander, die 2009 über das Land hereingebrochen war und die er u. a. auf eine Identitäts- und Mentalitätskrise der Gesellschaft zurückführte.
Zum Ableben des Philosophen erklärte Premierminister Kyriakos Mitsotakis, dass er einen „Freund und Gesprächspartner“ verloren haben, der „jedes unserer Gespräche reicher gemacht hatte, unabhängig davon, ob wir einverstanden waren oder nicht“. In seinen Büchern habe Ramfos „alle Probleme des modernen Lebens, und damit des heutigen Griechenlands beschrieben“. Daher sei sein Lebenswerk nicht nur akademischer, sondern auch gesellschaftlicher Natur.
Auch Arbeitsministerin Niki Kerameos meldete sich zum Tod des Philosophen zu Wort. Sie wies darauf hin, dass auch sie ihn persönlich gekannt habe und sie sich besonders an Gespräche erinnern könne, die die Bildung betrafen. (Griechenland Zeitung / eh)

 

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