Am heutigen Donnerstag kommt es zu landesweiten Protesten. Demonstriert wird hautsächlich gegen geplante Änderungen im System der Sozial- und Rentenversicherung. An vorderster Front stehen Landwirte, Viehzüchter und Fischer. Letztere blockierten mehrere Häfen, darunter die von Volos und Thessaloniki.
Richtig ernst machen vor allem auch die Bauern. Seit dem Wochenende bewegen sie ihre Traktoren an wichtigen Verkehrsknotenpunkten. Am Mittwoch wurden rund 6.000 Landmaschinen in Position gebracht. Fast surreal muteten die Bilder von etwa 400 Traktoren an, die durch das Zentrum Thessalonikis unterwegs waren. Der allgemeine Fahrzeugverkehr wurde dadurch massiv beeinträchtigt. Die Landwirte zeigen sich entschlossen, durch ihre Aktivitäten eine Rücknahme der geplanten Reformen durch die Regierung zu erreichen. Auch Grenzübergänge zu Nachbarländern wie Bulgarien und Albanien könnten von den Protesten in Mitleidenschaft gezogen werden.

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Zwei ernsthafte Tierkrankheiten haben Schafherden in Griechenland befallen und bringen die Viehzüchter zur Verzweiflung: die sogenannte Blauzungenkrankheit und die Schafpocken. Für den Menschen sind sie unbedenklich.

Griechenlands Viehzüchter schlagen Alarm. Wie der Präsident des griechischen Viehzüchterverbandes Panagiotis Peveretos im Radiosender „Vima FM 99,5“ sagte, sind bereits 30.000 Schafe an der sogenannten Blauzungenkrankheit zugrunde gegangen. Staatliche Stellen sprechen von 207.000 infizierten und ungefähr 20.000 toten Tieren.

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Griechenland / Athen. Die Viehzüchter Griechenlands führten heute um 12.00 Uhr eine Protestkundgebung vor dem Landwirtschaftsministerium durch. Sie fordern finanzielle Zuschüsse in Höhe von 50 Euro für jedes Schaf oder jede Ziege und 250 Euro pro Kuh. Außerdem fordern sie Preiserhöhungen bei der Milch auf 1,30 Euro für jeden Liter Schafsmilch; 0,85 Euro für den Liter Ziegenmilch und 0,55 Euro pro Liter Kuhmilch.
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Griechenland. Die Viehzüchter wollen am Mittwoch eine Reihe von Protestkundgebungen beginnen. Um 11.00 Uhr wollen sie im mittelgriechischen Lamia eine Protestkundgebung auf dem Gelände einer internationalen Ausstellung vor den dortigen Büros der Ministerin für Agrarentwicklung und Lebensmittel Katerina Batzeli durchführen. Am Donnerstag wollen die Viehzüchter aus dem Epirus eine Protestkundgebung in Dodoni abhalten.
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Griechenland / Athen. Gespräche zwischen der Ministerin für Agrarentwicklung und Lebensmittel, Katerina Batzeli, und Vertretern nordgriechischer Viehzüchter am gestrigen Mittwoch ergaben keine Einigung. Zwar stimmten die Viehzüchter mit dem Programm des Ministeriums für neue Marktregelungen überein, nicht aber mit den vorgeschlagenen Maßnahmen, um ihre unmittelbaren finanziellen Probleme zu lösen.Die Ministerin appellierte außerdem erneut an die Bauern, verantwortlich zu handeln und die Straßensperren aufzuheben. Sie schloss erneut direkte Finanzierungen aus der Staatskasse, wie sie in der Vergangenheit erhalten hatten, aus.
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