Spartathlon 2019 – Startschuss für den Super-Marathon

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Der diesjährige Spartathlon, ein Ausnahmewettlauf über eine Distanz von 246 Kilometern von Athen bis nach Sparta, wird am morgigen Freitag (27.9.) um 7 Uhr morgens gestartet. Dieses Jahr nehmen daran etwa 400 Läuferinnen und Läufer aus 53 Ländern der Welt teil, darunter auch einige aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. 

Das Rennen gilt nicht zuletzt aufgrund seiner extremen Länge als eines der anspruchsvollsten der Welt. Seine historischen Wurzeln hat es in einem Ereignis am Rande der Auseinandersetzung zwischen den Griechen und den Persern im 5. Jahrhundert v. Chr. 
Die heutige Strecke muss innerhalb von 36 Stunden zurückgelegt werden und ist mit diversen Hindernissen gespickt – ob es sich nun um die klimatischen Bedingungen handelt oder Schwierigkeiten bei der Streckenführung. Luca Turrini weiß davon ein Lied zu singen. Der italienische Läufer trat 2018 zum Spartathlon an und erzählt: „Wenn Gegenwind aufkommt, musst du deine gesamte Kraft aufwenden, nur um durchzuhalten und nicht zurückgedrückt zu werden“. 

Doch warum das Ganze? Wo liegen die Wurzeln des Langstreckenlaufs? Dem Ausnahmerennen liegt eines der bekanntesten Ereignisse der Antike zugrunde: die Schlacht bei Marathon im Osten Athens. Um 490 v. Chr. wurde der Athener Pheidippides nach Sparta geschickt, um Verstärkung für das Gefecht zwischen den Persern und den Griechen zu holen. In den Aufzeichnungen des  antiken griechischen Geschichtenschreibers Herodot heißt es, dass der Gesandte nur einen Tag nach seinem Aufbruch an seinem Zielort angelangt sei.

Fast 2500 Jahre später, konkret 1984, wurde dieser Mythos mit der Gründung des internationalen „Spartathlon“-Verbands wieder aufgegriffen. Seit damals wird der gleichnamige Wettlauf auf seiner (fast) originalen Strecke veranstaltet. Wer das Spektakel nicht verpassen will, kann es ganz einfach über den Live-Stream auf der offiziellen Spartathlon Seite mitverfolgen. Infos: https://spartathlon.gr/el/

(Griechenlandzeitung / dz)

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