Griechenland-Urlaub: „Tendenz ist steigend und im grünen Bereich“

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Griechenland-Urlaub: „Tendenz ist steigend und im grünen Bereich“

Turbulente Zeiten in und für Griechenland sowie ständige Berichte über einen verbalen Schlagabtausch zwischen deutschen und griechischen Politikern. Trotz dieser Misstöne wird für die Reisedestination Griechenland auch in der kommenden  Sommersaison ein wahrer Boom erwartet. Die Griechenland Zeitung befragte dazu einige Reisebüros.

Die positive Tendenz für die griechische Fremdenverkehrswirtschaft bestätigte sich letzte Woche auf der ITB (Internationale Tourismus-Börse) in Berlin. Die 10.096 Austeller aus über 180 Ländern sowie die 175.000 Besucher stellten eine große Reiselust der Deutschen unter Beweis. Eins der top-5-Ziele: Griechenland. Laut den Prognosen der Organisation Marketing Greece und des Verbandes der griechischen Touristikunternehmen SETE wird 2015 mit zirka 25 Millionen Urlaubern gerechnet. Eine Steigerung von einer halben Millionen im Vergleich zum Vorjahr 2014. Außerdem ist ein deutlicher Ausbau des Linienverkehrs zwischen den beiden Ländern geplant; auch von der Front der Kreuzfahrtbuchungen werden nur gute Nachrichten gemeldet. Die ungebrochene Lust auf Griechenland attestierten der Griechenland Zeitung auch die marktführende Reiseunternehmen TUI, Thomas Cook und das Büro des ADAC sowie einige auf Griechenland spezialisierte Reiseanbieter.
Griechenland gehört zu den beliebtesten Zielen weltweit. „Immer wieder wird das traumhafte Land der Hellenen mit seinen sagenhaften Inseln, Sandstränden und Bergen in die top-5 gewählt und zieht Urlauber aus der ganzen Welt an“, so Nina Kerke von der Thomas Cook AG. Sie ist zufrieden mit den Buchungen für die kommende Saison, selbst im Vergleich zu den beiden Vorjahren. Und der aktuellen politischen Lage schreibt sie keinerlei Bedeutung und Einfluss zu. Auch Kerstin Schneider vom ADAC bestätigt, dass „die aktuelle Berichterstattung bei den Veranstaltern keine Auswirkungen auf die Buchungsnachfrage nach Griechenlandreisen“ hatte. Ganz im Gegenteil; Sie rechnet bei den Hotels bereits mit Engpässen. Auch für Katrin Spichalla von TUI Deutschland ist „alles im grünen Bereich“. Griechenland werde von den Deutschen immer noch fleißig gebucht. „Es gibt ja auch keine schlechte Stimmung gegenüber den Touristen“, erklärt sie. Diese würden weiterhin gastfreundlich begrüßt und aufgenommen. Deshalb gebe es „auch keinen Grund dafür, dass sich eine anti-deutsche Stimmung wie 2011/12“ auf die Sommertourismus-Zahlen auswirken könnte.
Doch trotz dieser Eckpunkte und trotz der Reiselust und dem Fernweh nach Griechenland scheinen einige potenzielle Hellas-Urlauber verunsichert: „Sind wir denn gerne gesehen und erwünscht?“; „Wie ist die Atmosphäre?“; „Mögen sie uns denn noch?“; „Sind sie böse mit uns?“ – so wurden der Griechenland Zeitung die Ängste einiger Hellas-Touristen in spe beschrieben.
Bei den auf Griechenland spezialisierten Reisebüros Attika Reisen und Thassos Reisen erkundigen sich immer wieder Reisegäste nach der Lage und Situation in Hellas. „Aber wir kennen uns da ja aus, da wir auf Griechenland spezialisiert sind“. Christiane Pilz von Attika Reisen kann ihre Kunden, von denen viele schon jahrelang ihren Urlaub in Griechenland verbringen und die griechische Gastfreundlichkeit zu schätzen wissen, beruhigen. Einschränkend stellt sie jedoch fest, dass die Buchungen heuer nicht mehr so „sprudeln“ wie in den Boom-Jahren 2013 und 2014. Anders sieht es laut Gabi Peristeridis bei Thassos Reisen aus: „Griechenland ist auch dieses Jahr wieder zu einem interssanten Reiseziel geworden bzw. ist eines geblieben.“ Zwar sei es noch früh, denn die Saison habe gerade erst begonnen. Aber: „Die Tendenz ist steigend und im grünen Bereich.“
Die Gäste aus Deutschland warten also auch diese Saison gespannt auf einen warmen und entspannten Sommer in Griechenland.
Mara Gassel

Unser Foto (© Griechenland Zeitung / jh) entstand auf der Kykladen-Insel Milos.

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