Griechenland plant die nachhaltige Wiederbelebung des historischen Hotels Xenia Andros. Es soll restauriert und in ein modernes, kulturell geprägtes Tourismusprojekt überführt werden, das den Erhalt des architektonischen Erbes mit wirtschaftlicher Entwicklung verbindet.
Das historische Gebäude „Xenia Andros“ wurde für einen Zeitraum von 40 Jahren an die Gemeinde Andros verpachtet. Ziel ist die Restaurierung, Renovierung und nachhaltige Nutzung des Objekts. Ein entsprechender Vertrag wurde am Montag (27.4.) zwischen der Gesellschaft für öffentliche Immobilien (ETAD) und der Gemeinde unterzeichnet.
Architektonisches Erbe
Das „Xenia Andros“, auch bekannt als „Xenia Triton“, befindet sich in der Gegend „Plakoures“ in der Stadt Andros und stellt ein bedeutendes Beispiel für das architektonische Erbe Griechenlands dar. Es wurde vom renommierten griechischen Architekten Aris Konstantinidis entworfen und 1958 als erstes Hotel der Region errichtet. Aufgrund seiner besonderen architektonischen und historischen Bedeutung wurde es 2011 als Denkmal eingestuft. Das dazugehörige Grundstück umfasst insgesamt 2.742 Quadratmeter, während die bestehende Gebäudefläche rund 1.755 Quadratmeter beträgt und sich über Untergeschoss, Erdgeschoss und zwei Obergeschosse erstreckt.Diese Maßnahme ist Teil der umfassenden Strategie von ETAD zur Wiederbelebung der Xenia-Anlagen als modernes Netzwerk kulturell geprägter Reiseziele. Ziel ist es, das kulturelle Erbe zu bewahren und gleichzeitig die touristische und wirtschaftliche Entwicklung auf der Insel Andros nachhaltig zu stärken.
Architekturgeschichte
Bei den Xenia Hotels handelt es sich um ein staatliches Hotelbauprogramm aus den 1950er- und 1960er-Jahren. Ziel war es, den noch jungen Tourismussektor des Landes gezielt zu fördern und gleichzeitig moderne, architektonisch hochwertige Unterkünfte in strategisch wichtigen Regionen zu schaffen. Das Programm wurde von der Griechischen Nationalen Tourismusorganisation (EOT) initiiert. Es hat zu einem bedeutenden Teil der modernen Architekturgeschichte Griechenlands beigetragen: Viele der Gebäude wurden von renommierten Architekten entworfen. Die Xenia Hotels wurden bewusst an landschaftlich und kulturell bedeutenden Orten errichtet – oft auf Inseln, in Küstenregionen oder in der Nähe historischer Stätten. Sie sollten nicht nur Unterkunft bieten, sondern auch die regionale Identität und griechische Gastfreundschaft („Filoxenia“) architektonisch zum Ausdruck bringen.Im Laufe der Jahrzehnte wurden viele dieser Gebäude geschlossen, vernachlässigt oder umgenutzt. Heute gelten sie jedoch zunehmend als architektonisches Erbe, das restauriert und in moderne, nachhaltige Tourismuskonzepte integriert werden soll. (Griechenland Zeitung / eh)