Dollars für einen Heiligen

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Arme und Reiche werfen Musikern, die auf traditionellen Instrumenten spielen, viele Geldscheine zu. Eine ganz normale Szene beim jährlichen „Ai Simios- Fest“, das die in Mesolongion lebenden Roma und Griechen traditionell gemeinsam feiern. Doch wie lange noch?

Die Bevölkerung der westgriechischen Stadt Mesolongion ist zweigeteilt: die einheimischen Stadtbewohner und die am Rande der Stadt lebenden Roma. Nur zu Pfingsten finden sie zusammen und feiern gemeinsam das Fest des Schutzheiligen der Stadt, des heiligen Simeon (Ai Simios). Der Legende nach gaben die Zigeuner mit ihrem Getrommel den Griechen zur Zeit der Türkenbelagerung den nötigen Mut, einen Aufstand zu wagen. Bei dem Pfingstfest werden den Musikern, die meist Roma sind, Geldscheine zugeworfen. Die Festlichkeiten sind ein Band aus gegenseitigem Respekt und sie stärken das harmonische Zusammenleben dieser beiden Kulturen. Die sozialpolitischen Veränderungen in Griechenland könnten aber bald genau diese Harmonie gefährden.

Samstag, 10. November - 2.15 Uhr - Arte

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