Die Tränen von Chios

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Unser Foto (© Eurokinissi) zeigt das Harz des Mastixbaumes: Die "Tränen von Chios" werden auch als "weißes Gold" der Insel bezeichnet. Unser Foto (© Eurokinissi) zeigt das Harz des Mastixbaumes: Die "Tränen von Chios" werden auch als "weißes Gold" der Insel bezeichnet.

Die Arte-Reihe „Zu Tisch“ spendiert der Ägäis-Insel Chios eine eigene Sendung, beleuchtet deren Geschichte und verfolgt dabei die Ernte der alten Hauptressource der Insel: Mastix.

Die Baumharztropfen des Mastixstrauches, der zu den Pistaziengewächsen zählt, werden heute wie damals einzeln geerntet. Zuerst werden die Äste angeritzt, einige Tage später tritt dann der Harz aus. In getrockneter Form werden die gläsernen Tropfen dann entfernt –  dabei erinnern sie an Tränen, was ihnen ihren Spitznamen verliehen hat. Nach mehrfacher Reinigung kann das „weiße Gold“ von Chios  dann weiterverarbeitet werden.

Der Mastixbaum gehört zu den Pistaziengewächsen und wurde schon in der Antike landwirtschaftlich genutzt. (© Eurokinissi)

Unser Foto (© Eurokinissi) zeigt einen Mastixbaum auf Chios. Er gehört zu den Pistaziengewächsen und wurde schon in der Antike landwirtschaftlich genutzt. 

Von der Nutzung in der Medizin und der Kosmetik mit seiner beruhigenden, reinigenden sowie bindenden Wirkung, bis hin zur Verwendung in der Küche – das Einsatzspektrum des Harzes ist bemerkenswert. Und das nicht erst seit gestern. Schon in der Antike wurde Mastix zur Mundhygiene als Kaugummi, durch sein Aroma als Räucherwerk und Gewürz, und aufgrund seiner heilenden Wirkung gegen Entzündungen aller Art eingesetzt.

Die Sendung läuft am Samstag, dem 15. Juni, um 11.45 Uhr, auf arte.

(Quelle: www.arte.tv)

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