Wehrdienstreform soll Missbrauch von Vergünstigungen eindämmen
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Studierende Griechen im Ausland oder Bürger, die dort bereits ihren Wohnsitz haben, sind von einem Gesetzentwurf zur Reform des Wehrdienstes nicht betroffen.
Studierende Griechen im Ausland oder Bürger, die dort bereits ihren Wohnsitz haben, sind von einem Gesetzentwurf zur Reform des Wehrdienstes nicht betroffen.
Griechenland wird ab 2026 einen freiwilligen Wehrdienst für Frauen einführen. Das sagte der griechische Verteidigungsminister Nikos Dendias erneut auf einer Konferenz der Wirtschaftszeitung Naftemporiki. Dieser Schritt sei „Teil einer längst überfälligen Modernisierung der griechischen Streitkräfte“.
Am heutigen Freitag (15.3.) wird der Vorsitzenden der größten Oppositionspartei, Bündnis der Radikalen Linken (SYRIZA), Stefanos Kasselakis, einen zweiwöchigen Pflichtwehrdienst antreten. Diese relativ moderate Version beim Militär sieht der Gesetzgeber vor, weil er bereits das 35. Lebensjahr überschritten hat und die letzten 21 Jahre im Ausland verbrachte. Die theoretisch verbleibende Dienstzeit bei den Streitkräften kann er gegen Bezahlung ableisten.
Griechenland hebt die allgemeine Wehrpflicht bei seinen Landstreitkräften von bisher neun auf zwölf Monate an. Für die beiden anderen Waffengattungen – Marine und Luftstreitkräfte – beträgt der für Männer zwischen 18 und 45 Jahren obligatorische Wehrdienst wie bisher ebenfalls ein Jahr. Ausnahmen gibt es für Wehrdienstleistende bei Spezialeinheiten in geografischen Regionen, die als besonders schwierig deklariert sind.
Der Ersatzdienst für Wehrpflichtige soll künftig nur noch zwölf Monate betragen. Bisher mussten die Zivildienstleistenden fünfzehn Monate zur Verfügen stehen.