Die Kommunistische Partei Griechenlands (KKE)

Die Kommunistische Partei Griechenlands (KKE)

1918 wurde die Sozialistische Arbeiterpartei Griechenlands gegründet, die sich 1920 in Kommunistische Partei Griechenlands (KKE) umbenannte. Die KKE ist die älteste Partei des Landes. Während der Zeit des II. Weltkrieges spielte sie mit der von ihr kontrollierten EAM (Nationale Befreiungsfront) eine wichtige Rolle im Kampf gegen die deutschen Besatzer, die 1944 Griechenland verlassen mussten. Der militärische Flügel der EAM war die ELAS

(Nationale Volksbefreiungsarmee) unter dem legendären Guerilla-Führer Aris Velouchiotis.

Niederlage in den Bergen

In einer Regierung der nationalen Einheit verpflichtete sich die EAM zur Auflösung der Partisanenverbände. Im Dezember 1944 kam es bei Demobilisierungsversuchen zu Straßenkämpfen in Athen. Die ELAS zog sich zurück. An den Wahlen im Frühjahr 1945 nahm die KP nicht teil. 1947 wurde sie verboten. Auf eine vermeintliche Unterstützung Stalins bauend gingen die EAM-Kämpfer in der sogenannten dritten Runde des Bürgerkrieges in die Berge. 1949 wurden sie durch die Übermacht der Regierungstruppen, die vor allem von den USA mit Waffen unterstützt wurden, in den nordgriechischen Bergen (Grammos/Vitsi) endgültig geschlagen. Ende August verließen auch die letzten kommunistischen Partisanen Griechenland und wanderten gezwungenermaßen in sozialistische Länder aus.

Austritt der Eurokommunisten

Rund 13.000 linke Politiker, Künstler, Gewerkschafter, Parteifunktionäre und einfache Mitglieder wurden in griechischen Lagern interniert. Berühmt-berüchtigt war etwa das „Ausbildungslager“ auf der felsigen Insel Makronissos vor der Südspitze Attikas. Legalisiert wurde die KP erst nach dem Sturz der Militärjunta (1967-1974) durch die Regierung unter dem konservativen Ministerpräsidenten der Nea Dimokratia (ND,  Konstantinos Karamanlis.
Im Jahre 1968 hatte sich bereits der sogenannte Eurokommunistische Flügel von der Partei abgespalten. Einer der Gründe dafür war die zustimmende Haltung der Auslands-KP zum Einmarsch der Truppen des Warschauer Paktes in Prag. Bei den Wahlen im April 2000 erhielt die KKE 5,53 % der Wählerstimmen (11 Sitze im Parlament). Damit hatte sie als einzige Kleinpartei kaum Stimmverluste (1996: 5,61 %; ebenfalls 11 Parlamentssitze) zu verzeichnen.  Dieses Ergebnis konnte sie bei den Wahlen im März 2004 noch auf 5,89 % verbessern (12 Abgeordnete).
kke-koutsPS: Bei den letzten Parlamentswahlen im Juni 2012 unter ihrer Generalsekretärin Aleka Papariga erreichte die KKE nur 4,50 % (12 Abgeordnete). Neuer Generalsekretär ist seit 2013 Dimitris Koutsoumbas.

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