Alpenkanal Donau-Tirol-Adria – Griechenland: Europa näher an das Mittelmeer bringen

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Alpenkanal Donau-Tirol-Adria – Griechenland: Europa näher an das Mittelmeer bringen

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich schreibe Ihnen, um auf den erforderlichen Wandel in der europäischen Verkehrspolitik aufmerksam zu machen und am Beispiel des internationalen Güterverkehrs eine Fehlentwicklung hervorzuheben: Weil die Verbindung der Binnenwasserstraßen mit dem Mittelmeer fehlt, nehmen Schiffe einen Umweg von 4-5000 km auf sich, um zu den Nordeuropäischen Häfen zu gelangen. Von diesen Häfen gelangen die Container dann vorwiegend auf der Straße oder auf der Schiene in das Landesinnere, sogar über die Alpen zurück in den Mittelmeerraum. In umgekehrter Richtung passiert dasselbe!

An der Brennerroute bestehen die natürlichen Voraussetzungen, den Alpenhauptkamm für eine Wasserstraße zu unterqueren und das europäische Binnenwasserstraßennetz mit den Binnenwasserstraßen Norditaliens und mit dem Mittelmeer zu verbinden. Alle Meere Europas könnten so über Binnenwasserstraßen verbunden werden. Davon könnten auch die Ostseestaaten einen Korridor zum Mittelmeer erhalten.

Der im Tirol-Adria-Projekt – www.tirol-adria.com – vorgeschlagene Alpenkanaltunnel, verbindet die Flüsse Inn und Etsch. Durch diesen verlaufen sogar zwei Verkehrsadern, und zwar die Wasserstraße Donau-Tirol-Adria und im Tunnelgewölbe die Einschienen Hängebahn – EHB – München-Innsbruck-Verona, sowie Strom- und Datenleitungen. Eine dem Brenner Basistunnel ähnliche Infrastruktur liefert der AlpenKanalTunnel praktisch als Zugabe zur Wasserstraße!

Der Alpenkanal würde die Einführung der Straßenmaut in Deutschland erübrigen, weil es zu einer europaweiten Verlagerung des Güterverkehrs auf das Binnenschiff käme und die Wasserstraßen zudem die geringsten Eingriffe und Baukosten verursachen.

Durch die Donau-Tirol-Adria-Schiffspassage kann Europa viele Milliarden Euro teure Projekte einsparen, darunter unsinnige Hochgeschwindigkeitsstrecken z. B. den BBT, da man inzwischen auch weiß, dass Mischverkehr nicht möglich sein wird oder Güterverkehr auf solchen Strecken ein Nonsens ist und daher auch keine Entlastung der Autobahn zu erwarten ist!

Von größerer Bedeutung des AlpenKanalTunnels ist aber, dass finanziell angeschlagene Mittelmeerstaaten näher an Europa und Europa näher an das Mittelmeer rücken und dadurch den Wirtschaftsstandort Europa wesentlich aufwerten und neue Perspektiven eröffnen. Dies wird eine europaweite Verlagerung auf die umweltverträglicheren Binnen- und Küstenschiffe zur Folge haben und zu großen Einsparungen führen. Ein alter Traum kann dadurch in Erfüllung gehen. Der Kanal von Korinth http://iljournal.today/cronache/canale-suez/wird sinnbildhaft zum Tor Europas.

Das Tirol-Adria-Projekt zeigt einen Weg auf, Griechenland zu einem Pfeiler Europas zu machen, denn es wird in die Lage versetzt, die eigenen Stärken für Europa einsetzen zu können: Griechenland liegt direkt an der Route zum Suezkanal und würde das Zentrum des Schiffsverkehrs und des Warenumschlages im Mittelmeer werden und dadurch als Land der Seefahrer wirtschaftlich wieder erstarken.

Viele Argumente könnten noch angeführt werden, die den Alpenkanal Donau-Tirol-Adria und die damit verbundenen Projekte (Solarenergie, Stromtrassen, Elektromobilität - Teile C und D) rechtfertigen. Ich ersuche daher, dieses wohl umfangreichste Investitions- und Arbeitsbeschaffungsvorhaben in die Wege zu leiten, damit die Menschen an diesem europäischen Vorhaben sinnvolle Beschäftigung finden.

Jetzt ist der Augenblick gekommen, Europa die Entscheidung zum Bau des Alpenkanals Donau-Tirol-Adria zum Vorteil aller abzuringen! Das Projekt würde ein Investitionsprogramm in Europa auslösen, ähnlich wie der Marshallplan.

Helfen Sie mit, diese Pläne politisch zu vertreten und der Öffentlichkeit zur Kenntnis zu bringen. Für weitere Informationen stehe ich gerne zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen
Albert Mairhofer
für die Tirol-Adria K.G.
Preindl 45
I-39030 Gsies Südtirol Italien


Unser Foto (© Eurokinissi) zeigt den Kanal von Korinth.

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