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Griechenland-Hymne

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Griechenland-Hymne

Der begeisterte Griechenland-Fan Erwald Schlosser und seine Frau Roswita, die aus der österreichischen Stadt Linz kommen, besuchen Griechenland seit 24 Jahren. Der Kontakt mit den Einheimischen war für die beiden von Anfang an wichtig und sie scheuten sich nicht davor die griechische Sprache zu lernen, um den Kontakt zu intensivieren. Nach einigen Filmen die Erwald in Korfu gedreht hat, wie z.B. "Profitis Ilias 2014 Corfu", der auch auf YouTube zu sehen ist, nannten ihn die Einhimischen einen richtigen Griechen, was laut Erwald, auch einen Österreicher stolz macht. Demzufolge hat er eine Griechenland-Hymne verfasst um als Grieche Stimmung für unser schönes Land zu machen.

Erwald erzählt die Geschichte, wie es zu seiner Griechenland-Hymne gekommen ist:

Wir sind heuer wieder einmal zum Fest des Propheten Ilias auf die Bergspitze
hochgefahren (siehe Video) um wieder zu filmen, und haben dabei die bekannte
Melodie eines griech. Songs gesummt: Epipolaio me les . . . Und der Refrain
von diesem Song lautet auf deutsch:
So war ich, so bin ich, und so bleibe ich.

Und nach dem ganzen Tamtam der EU fallen mir immer nur die schönen Dinge
ein, wegen denen wir nach Griechenland fahren und so lange bleiben. Und so
haben wir den Titel für meinen nächsten Film gefunden. Heute, nach vielen
Einfällen, die mir so durch den Kopf gehen, habe ich meinen Stift zur Hand
genommen und meine Gedanken in eine Form gebracht, sozusagen das Drehbuch
für meinen nächsten Film (er ist schon in Arbeit).
Die Hauptrolle (musikalisch) spielt natürlich der Song, Epipolaio me les,
von Giannis Galatzis. Und hier mein grobes Konzept.

Der Filmtitel auf griechisch: Etsi imoun, etsi imai, k' etsi tha mai
Der Filmtitel auf deutsch: So war ich, so bin ich, so bleibe ich

Das Konzept beruht auf der Ausgangsbasis, daß ich der Grieche bin, der das
alles schreibt (im Film von einem echten Griechen gesprochen). Ich bin also
ein Grieche.


Erwalds Hymne:

Griechenland, das Geburtsland der Demokratie, funktioniert nicht ganz so,
wie sich die scheinbar Mächtigen in Brüssel und der übrigen Finanzwelt das
vielleicht vorstellen. Doch:
So waren wir, so sind wir, und so bleiben wir.

Obwohl wir an der momentanen Situation nicht ganz unschuldig sind, wissen
wir, das Volk, wie man trotzdem feiert. Und Gäste sind uns dabei immer
herzlich willkommen, um mit uns zu feiern. Nächte lang.
So waren wir, so sind wir, und so bleiben wir.

Wir sind stolz auf Feta-Käse und Yoghurt von unseren Schafen. Wir haben auch
genug Gemüse und Obst, und ganz besonders stolz sind wir auf unser Olivenöl
und Oliven aus ganz Griechenland. Und fast jeder Tavernen-Wirt serviert
gerne seinen selbstgemachten Hauswein, aspro oder kokkino. Aber nicht
vergessen darf man zu einem guten griechischen Essen auf eine Flasche
Retsina. Und was wäre ein Abend ohne Ouzo oder Metaxa nach einem
griechischen Kaffee.
So waren wir, so sind wir, und so bleiben wir.

Gott sei Dank, es kommen nur Touristen, die unser Land und unsere Leute
mögen. Sie bringen das Geld zu den Menschen, die es dringend brauchen. Aber
wer von uns die Möglichkeit hat, zieht zwischen Olivenbäumen wieder Tomaten,
Gurken, Zucchini und Erdäpfel, und zur Saison gibt es zuckersüße Kirschen,
Marillen, Äpfel, Orangen und Zitronen. Und jeder Tourist genießt diese
herrliche Vielfalt.
So waren wir, so sind wir, und so bleiben wir.

Alle Menschen, die im Tourismusgeschäft arbeiten, sind sehr bemüht, den
Gästen schöne Stunden für die Zeit ihres Urlaubs zu bereiten. Die
Freundlichkeit ist uns Griechen von zu Hause mitgegeben worden. Und wir
freuen uns sehr, wenn Gäste ein paar Worte in unserer Sprache zu uns sagen.
Auch das macht uns stolz.
So waren wir, so sind wir, und so bleiben wir.

Was wäre ein Urlaub ohne griechische Musik, die auch über unsere Grenzen
hinaus in die Welt gegangen ist. Von Nana Mouskouri, Vicky Leandros bis
Telly Savallas und vielen anderen singen wir die bekannten Melodien mit. Wer
kennt nicht Mikis Theodorakis, Dimitros Mitropanos und Sorbas, den Griechen,
Anthony Quinn? Das erfüllt uns immer wieder mit Stolz.
So waren wir, so sind wir, und so bleiben wir.

Unsere Autos sind wahrlich nicht auf dem letzten Stand und nicht mehr
TÜV-tauglich, doch für die Olivenernte reicht es allemal. Bei unseren Löhnen
reicht oft für den Transport einer 4-köpfigen Familie nur ein Moped oder
kleines Motorrad. Aber auch ohne Helm als Kopfschutz fahren wir, trotz EU.
So waren wir, so sind wir, und so bleiben wir.

Wir sind auch unseren Traditionen sehr treu und binden die Jugend mit ein,
sei es beim Singen oder Tanzen. Jede unserer vielen Inseln hat eigene Tänze
und Trachten, die den Gästen bei unseren Festen gerne nahe gebracht werden.
Auch zum Mittanzen und Mitsingen.
So waren wir, so sind wir, und so bleiben wir.

Das griechische Osterfest ist für uns das größte Fest im Jahr. Wir sind
stolz, wenn an unserer Tafel ausländische Gäste sitzen und mit uns feiern.
Dabei werden alle Köstlichkeiten aufgetischt, die wir haben. Und diese
Feiern dauern oft sehr lange.
So waren wir, so sind wir, und so bleiben wir.

Kennen Sie unser griechisches Essen? Schon zum Frühstück Yoghurt mit Honig,
tagsüber vielleicht ein Pita-Gyros aber abends dann die ganze Palette.
Vielleicht nur ein Tisch voller Mezes oder doch lieber Lammkotelettes,
Moussaka, griech. Salat, Souvlaki, Papoutsaki. Es können auch Meeresfrüchte
von den verschiedensten Fischen über Schwertfisch-Steaks und Kalmare sein.
Wir verwöhnen gerne Ihren Gaumen.
So waren wir, so sind wir, und so bleiben wir.

So manche griechische Insel wird verkauft, damit wir über die Runden kommen.
Es findet aber kein Ausverkauf in Griechenland statt. Und unseren Stolz gibt
es schon gar nicht zu kaufen.
So waren wir, so sind wir, und so bleiben wir.

Zwingt uns nichts auf, was wir nicht wollen oder brauchen. Wir tun das auch
nicht bei Euch. Wir sind trotz allem stolz auf unser Land, Griechenland!
So waren wir, so sind wir, und so bleiben wir.

 

Ewald Schlosser

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