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Mittwoch, 04. Februar 2009 15:34

Kretische Bauern beenden Proteste in Piräus

Griechenland / Athen. Die rund 2.000 Landwirte, die sich seit Montagmorgen im Hafen von Piräus aufhielten, haben ihre für die griechische Hauptstadt geplanten Protestaktionen abgebrochen. Nachdem die Polizei die Ausfahrt ihrer Fahrzeuge aus dem Hafenbereich blockiert hatte, reisen die Bauern wieder nach Kreta ab, wo sie ihre Proteste fortsetzen wollen. Auch gestern war es wieder zu gewaltsamen Auseinandersetzungen im Hafenbereich gekommen.
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Griechenland/Athen. Gespannte Atmosphäre herrscht seit heute Morgen im Hafen von Piräus. Dort kamen in den Morgenstunden etwa 1000 Bauern aus Kreta mit Dutzenden Traktoren an. Als die Polizei sie daran hinderte, sich mit den Fahrzeugen in Richtung Landwirtschaftsministerium zu begeben, kam es zu Auseinandersetzungen. Die Polizei setzte Tränengas ein.
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Die Aufteilung der vom Staat bereit gestellten Gelder zur Unterstützung der Verluste der griechischen Bauern im Zeitraum 2008/2009 wurde am Montag endgültig vom Ministerium für Agrarentwicklung und Lebensmittel festgelegt. Baumwollproduzenten mit großen Verlusten werden 45 Euro pro Stremma (0,1 Hektar) erhalten. Bei begrenzten Verlusten beträgt die Unterstützung 25 Euro pro Stremma. Beim Anbau von Mais werden bei großen Verlusten 25  Euro pro Stremma bereitgestellt, bei geringen 20 Euro. Bei Ausfällen im Anbau von Weichweizen gibt es Unterstützung zwischen 12 und 8 Euro pro Stremma, für Hartweizen zwischen 10 und 7 Euro.
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Griechenland / athen. Am Samstagmittag versammelten sich etwa 1.000 Menschen im Athener Stadtteil Monastiraki, um ihre Solidarität für Demonstranten zum Ausdruck zu bringen, die während der Dezember-Unruhen verhaftet worden waren. Nach dem Ende der Kundgebung am Syntagma-Platz bewarf eine Handvoll Kundgebungsteilnehmer die Polizei mit Steinen und anderen Gegenständen. Einige Müllcontainer gingen in Flammen auf.
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Die Regierung von Kostas Karamanlis kündigte am Donnerstag ein 500-Millionen-Euro-Paket für die Bauern an. Die Landwirte führen seit Tagen Proteste durch. Vor allem in Mittel- und Nordgriechenland werden immer wieder Teilabschnitte der Nationalstraße sowie Grenzübergänge blockiert. Die Verbindung zwischen Athen und Thessaloniki über die Nationalstraße ist seit vier Tagen unterbrochen. Die Bauern fordern höhere Subventionen und Renten, gesetzlich garantierte Mindestpreise für ihre Produkte, einen verringerten Mehrwertsteuersatz sowie niedrigere Benzinpreise.
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