BERLIN. Während der NS-Zeit waren freundschaftliche und intime Kontakte zwischen Deutschen und ausländischen Kriegsgefangenen oder Zwangsarbeiter*innen unerwünscht, zum Teil streng verboten.
Dennoch gab es sie, und es sind Kinder aus diesen Beziehungen hervorgegangen. Ihnen widmet sich die Wanderausstellung „Trotzdem da!“. Diese Ausstellung wird derzeit im NS-Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit in Berlin gezeigt.
Die Geschichten dieser Menschen waren lange tabuisiert und wenig erforscht. Die Gedenkstätte Lager Sandbostel hat mehr als 20 Kinder aus Deutschland, Österreich und den Niederlanden aus verbotenen Beziehungen ausfindig gemacht. Ihre Erinnerungen, Dokumente und Fotos sind die Grundlage für diese Ausstellung (deutsch, englisch). Gefördert wird sie in der Bildungsagenda NS-Unrecht von der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) und dem Bundesministerium der Finanzen (BMF).
Dauer der Ausstellung im NS-Dokumentationszentrum: bis 26. April. Adresse: Britzer Straße 5. Infos: https://trotzdemda.de/die-ausstellung (Griechenland Zeitung)